Noch keine gute Virtualisierung

Das derzeit größte Hindernis zum Wechsel auf ARM-Macs aus Entwicklungssicht ist wohl aber, dass Virtualisierungssoftware nicht mit Rosetta genutzt werden kann und derzeit noch nicht nativ verfügbar ist. Das gilt etwa für Parallels Desktop oder VMware Fusion. Beide Hersteller arbeiten zwar bereits an einem Port, haben aber noch keinen Termin für eine Verfügbarkeit genannt.

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Etwas ausführlicher beschreibt das zugrunde liegende Problem das Docker-Team: Dazu müssen sich die Beteiligten um die Funktionsfähigkeit ihres eigenen Codes kümmern, der unter anderem an das neue Hypervisor-Framework von Apple angepasst werden muss. Auch Parallels hat bisher auf einen eigenen Hypervisor gesetzt und muss wegen der Änderungen an Big Sur nun auf den Apple-Hypervisor wechseln. Dieser unterscheidet sich aber eben in vielen Details zwischen der x86- und ARM-Implementierung.

Darauf aufbauend muss im Fall von Docker auch ein Linux-Kernel stabil gestartet werden können, der die Grundlagen der Docker-Container-Technik bereitstellt. Zudem ist das Docker-Team auf externe Abhängigkeiten angewiesen, vor allem die Sprache Go und Electron. Den Versuch, Docker auf dem M1 zu starten, quittiert die App mit einer großen Warnung und Docker lässt sich entsprechend nicht nutzen.

Virtualisierung prinzipiell möglich

Dass die Virtualisierung auf den ARM-Chips aber schon prinzipiell nutzbar ist, zeigt der Linux-Entwickler Jon Masters, der zuletzt für das ARM-Server-Startup Nuvia gearbeitet hat. Masters, der nun wieder bei Red Hat angestellt ist, ist es mit ein paar Kniffen gelungen, die Linux-Distribution Fedora für ARM auf dem M1 zu starten.

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Darüber hinaus arbeitet auch der Red-Hat-Angestellte Peter Robinson daran, die Unterstützung des Linux-Kernels in der virtualisierten ARM-Umgebung der neuen Mac-Chips zu verbessern. Ähnlich muss wohl auch das Windows-Team vorgehen, das hier wahrscheinlich auch mit Parallels und VMware kooperieren dürfte. Denn Bootcamp steht auf den ARM-Macs nicht mehr bereit. Die Virtualisierung ist die einzige Option, Windows auf dem M1 auszuführen, auch wenn das noch nicht möglich ist.

Zumindest die native Docker-Unterstützung scheint zwar nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Wer aber ausgefeiltere Techniken benötigt und zum Beispiel auf eine volle grafische Unterstützung eines Windows- oder gar Linux-Gastsystems angewiesen ist, wird sich wohl noch einige Zeit gedulden müssen.

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Bluejanis 09. Jul 2021

Das liest sich bei dir vorher anders: Da lässt zumindest die Interpretation zu, dass es...

Bluejanis 09. Jul 2021

Am Anfang wurde erwähnt, dass Blizzard das schon angepasst hätte. Mich würde...

sambache 16. Dez 2020

Lüfterlose Cumputer und Laptops gab es schon immer. Lüfterlose Notebooks sind halt...

NeoChronos 08. Dez 2020

genau, du sagst es doch letztendlich auch, für einen ersten Wurf verdammt gut - aber...

Elkarlo 02. Dez 2020

Eine Sache die leider hier nicht erwähnt wird: Auf einem optimierten Betriebssystem...



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