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Apple-Pay-Konkurrent: CurrentC hat Probleme vor dem Start

Der noch in Planung befindliche Zahlungsdienstleister CurrentC wurde gehackt - die E-Mail-Konten der Teilnehmer an dem Pilotversuch wurden ausgespäht. Hinter CurrentC steht ein Konsortium von US-Einzelhändlern, die einen eigenen Zahlungsdienstleister entwickeln wollen.
/ Thorsten Schröder
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Mit CurrentC wollen Einzelhändler um Wal-Mart Apple Konkurrenz machen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Mit CurrentC wollen Einzelhändler um Wal-Mart Apple Konkurrenz machen. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Das Zahlungssystem CurrentC hat vor dem offiziellen Start im kommenden Jahr mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Nutzer des mobilen Dienstes sollen E-Mails erhalten haben, in denen sie auf eine Sicherheitslücke hingewiesen werden. Hacker hätten sich Zugang zu einigen E-Mail-Adressen der Nutzer verschafft, berichtet Business Insider(öffnet im neuen Fenster) .

Hinter CurrentC steht ein Konsortium von US-Einzelhändlern rund um Branchenführer Wal-Mart. Dafür wurde das Unternehmen MCX gegründet. Der Dienst wird als Konkurrenzprodukt zu Apples Zahlungsdienstleister Apple Pay gehandelt, das im Oktober 2014 gestartet ist. CurrentC soll erst nächstes Jahr auf den Markt kommen.

Die Mitglieder der Gruppe bieten CurrentC als Reaktion auf Apples Markeintritt in diesen Markt als einzige Zahlungsoption an und verzichten auf den Einsatz von Apple Pay . CurrentC befindet sich derzeit in einer Pilotphase.

Sicherheitspanne ist vor allem ein Ansehensproblem

Das im Grunde verhältnismäßig harmlose Sicherheitsproblem stellt für CurrentC vor allem ein Ansehensproblem dar. Als Argument gegen Apple Pay hatte Wal-Mart unter anderem auf den hohen Sicherheitsstandard des eigenen Zahlungssystems verwiesen. Der Diebstahl der E-Mail-Konten belegt das Gegenteil.

Die App sammele keine Kundendaten von anderen Anwendungen. Die Privatsphäre und Sicherheit der Kunden hätten absolute Priorität, hatte Dekkers Davidson, Chef des MCX-Konsortiums, zum Start von Apple Pay mitgeteilt.

Die Einzelhändler setzen große Hoffnungen in die eigene Anwendung. Sie spekulieren vor allem auf ergiebigere Daten zum Kaufverhalten ihrer Kunden. Zugleich wollen sie mit dem eigenen System die Kosten für Gebühren drücken, die sie an Kreditkartenunternehmen abtreten müssen. CurrentC ist direkt mit dem Bankkonto der Kunden verknüpft und spart sich so den Umweg über die Kreditkarte.

Bei vielen der nun gestohlenen E-Mail-Adressen solle es sich nur um Dummy-Konten handeln, die von den Teilnehmern am Pilotprogramm ausschließlich für CurrentC genutzt würden, teilte das Konsortium mit. Die App selber sei von dem Angriff nicht betroffen. Die teilnehmenden Einzelhändler und die betroffenen Kunden seien über den Vorfall informiert worden.


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