• IT-Karriere:
  • Services:

Apple-Patentantrag: Fingerabdrücke sollen über die iCloud synchronisiert werden

Bald könnte es überflüssig werden, sich bei mehreren Apple-Geräten mit Fingerabdrucksensor einzeln per Touch ID registrieren zu müssen, um sie bequem entsperren zu können. Das entfällt, sollte Apple die Fingerabdrücke über die iCloud synchronisieren - was ein Patentantrag beschreibt.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Fingerabdrucksensor eines iPhone
Fingerabdrucksensor eines iPhone (Bild: Golem.de)

Apples Patentantrag zur Fingerabdruck-Synchronisation hat es in sich: Darin wird beschrieben, wie manuelle Einrichtungen auf Zweit- und Drittgeräten künftig vermieden werden können. Der Antrag mit dem Titel "Finger biometric sensor data synchronization via a cloud computing device and related methods" eröffnet neue Möglichkeiten der Authentifizierung.

Stellenmarkt
  1. IFS Deutschland GmbH & Co. KG, Erlangen, Stuttgart, Neuss
  2. Technische Universität Berlin, Berlin

Die Idee ist schnell beschrieben: Der Anwender registriert seine Fingerabdrücke an einem Primärgerät, beispielsweise einem iPhone.

Diese Daten werden dann nach Zustimmung des Nutzers in die iCloud verschlüsselt hochgeladen. Dann kann beispielsweise das iPad mit TouchID und dem korrekten iTunes-Kennwort, das der Nutzer vorher eingeben muss, diese Fingerabdruckinformationen herunterladen und einsetzen.

Zur Authentifizierung wird aber nicht nur das Kennwort genutzt, sondern zudem ein Finger auf den Homebutton gelegt. Stimmt sein Abdruck mit einem der aus der iCloud dem Konto zugeordneten Identifikationsmerkmalen überein, wird die Synchronisation durchgeführt. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, könnte auch vorgegeben werden, dass mehr als ein Abdruck übereinstimmen muss.

Auch eine Übertragung ohne iCloud und per Bluetooth beziehungsweise NFC von Gerät zu Gerät könnte realisiert werden, schreibt Apple im Patentantrag. Das könnte sicherer und für den Anwender auch eher akzeptabel sein als der Umweg über das Internet.

Es ist fraglich, ob Apple dieses System, das in dem Patentantrag beschrieben ist, tatsächlich implementieren wird. Er wurde im Juli 2013 eingereicht und erst jetzt veröffentlicht.

Seitdem wurde bekannt, dass sich ohne großen Aufwand der Fingerabdrucksensor nicht nur mit Hilfe eines gekaperten Abdrucks überlisten lässt, indem ein Duplikat angefertigt wird. Der CCC konnte zudem nachweisen, dass bereits ein Foto von der Handinnenseite aus einer Entfernung von einigen Metern mit einem Teleobjektiv ausreichend ist, um eine Kopie anzufertigen.

Außerdem erklärte Apple bislang immer, dass die Fingerabdruckdaten von TouchID immer auf dem iOS-Gerät verblieben und nie hochgeladen würden. Viele Patente und erst recht Patenanträge sollen aber ohnehin nie in die Realität umgesetzt werden, sondern sollen es der Konkurrenz unmöglich machen, bestimmte Erfindungen in ihren Produkten zu integrieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. 23,99€

S-Talker 19. Jan 2015

Wir wäre es mit einem für die Synchronisierung von Kochrezepten über die iCloud oder...

NachDenkenIstFrei 19. Jan 2015

Nach dem dem Urteil des Supreme Court ist das Patentieren von Erfindungen, die sich von...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2015

Argh! Aber sie könnten einen abgenommenen Abdruck mit einer Hash-Datenbank abgleichen...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2015

Niemand hat gesagt es sei trivial. Es geht hier um die prinzipielle Machbarkeit.

helgebruhn 19. Jan 2015

Wo ? Ich kenne kein Gerät, bei dem es so etwas gibt.


Folgen Sie uns
       


    •  /