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Apple-Patent: Navi weicht Funklöchern aus

Apple hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, mit dem die Navigation in Apple Maps künftig vor Funklöchern ausweichen könnte. Die Strecke wird nach möglichst guter Mobilfunkabdeckung geplant, was bei der neuen Autogeneration immer wichtiger wird.
/ Andreas Donath
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Künftige Karten-App könnte um Funklöcher herum navigieren. (Bild: Andreas Donath)
Künftige Karten-App könnte um Funklöcher herum navigieren. Bild: Andreas Donath

Im Auto nicht telefonieren zu können, ist sicher ärgerlich, aber auch nicht schlimm. Problematischer wird es da schon, wenn die Stauwarnung mangels Internetempfang nicht mehr durchkommt, Spotify nicht mehr arbeitet oder die E-Mails nicht mehr diktiert werden können. Apple hat sich deshalb in den USA eine spezielle Navigationsmethode patentieren(öffnet im neuen Fenster) lassen.

Künftig könnte Apple Maps den Autofahrer auf einer Fahrstrecke zum Ziel lotsen, auf der der Mobilfunkempfang gut ist. Die Datengrundlage könnte von anderen iPhone-Nutzern kommen. Die eingeschalteten Geräte erfassen kontinuierlich die Signalstärke und könnten sie dank GPS auch verorten. Dann müssten diese Daten an Apple übermittelt und aufbereitet werden, um aktuelle Informationen zu der Netzverfügbarkeit zu erhalten, denn schließlich hängt es stark vom Mobilfunkunternehmen ab, ob der Empfang vor Ort gut oder schlecht ist.

Die Patentschrift erwähnt ausdrücklich Autofahrer, doch die Funktion könnte auch für Fußgänger und Radfahrer interessant sein.

Das Patent wurde schon 2012 eingereicht - genau um die Zeit hatte Apple auch Google als Kartenanbieter aussortiert und seine eigene Maps-Lösung vorangetrieben, die allerdings zunächst aufgrund schlechter Umsetzung und veralteter Daten so fehlerhaft war, dass sich Apple-Chef Tim Cook in einem offenen Brief für die schlechte Karten-App von iOS 6 entschuldigen musste und sogar Kunden Alternativen von Microsoft, Nokia und Google empfahl. Die Qualität hat sich seitdem deutlich gebessert.

Die Patenterteilung bedeutet natürlich nicht, dass Apple die Funktion nun in die nächste Version von Maps einbauen wird. Eine Vielzahl der Ideen, die patentiert wurden, wird nie in die Praxis umgesetzt.


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