Apple: Öffentliche Betas von iOS 12 und TVOS 12

Apple hat die ersten öffentlichen Betaversionen der nächsten Generation der Betriebssysteme iOS 12 und TVOS 12 veröffentlicht. Diese bieten Nutzern die Möglichkeit, vor der Markteinführung im Herbst 2018 am Softwaretestprozess teilzunehmen.

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Apple Geräte erhalten bald Updates.
Apple Geräte erhalten bald Updates. (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Die ersten Betaversionen von iOS 12 und TVOS 12 sind am 4. Juni auf Apples Worldwide Developers Conference (WWDC) veröffentlicht worden - allerdings nur für zahlende Entwickler, die auch Zugang zur Beta des Apple-Watch-Betriebssystems WatchOS erhielten. Drei Wochen später können zwei dieser Betriebssysteme nun nach unverbindlicher Registrierung von Apples Betasoftware-Website heruntergeladen werden.

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Apple legte bei seinem neuen Betriebssystem zwar Wert auf Stabilität und Leistung, Betatester sollten die Software jedoch nur auf einem Gerät installieren, das nicht produktiv eingesetzt wird. Es kann immer wieder vorkommen, dass einzelne Apps nicht funktionieren. iOS 12 ist mit den gleichen Geräten kompatibel, auf denen auch iOS 11 lief. Die Leistungssteigerung ist direkt spürbar, selbst auf einem alten iPhone 6 ist iOS 12 merklich schneller als das aktuelle iOS 11.

iOS 12 erhält zudem eine bessere Do-not-disturb-Funktion, die dem Nutzer nachts keine Benachrichtigungen mehr zustellt. Lediglich die Uhrzeit wird angezeigt. Nutzer können die Nicht-Stören-Funktion auch für eine bestimmte Zeit oder ortsgebunden aktivieren und deaktivieren. Benachrichtigungen lassen sich zudem besser verwalten und nach Apps gruppieren. So entfallen die langen Benachrichtigungslisten.

Screen Time ermöglicht es Nutzern, ihre App-Nutzung zu messen. Wöchentlich wird dem Anwender in iOS 12 gezeigt, wie er sein iPhone oder iPad genutzt hat. Dabei wird nicht nur eine App-Liste mit einer Stundenzahl dargestellt, sondern auch, wann diese Apps genutzt wurden. Außerdem wird die Anzahl der Benachrichtigungen gezeigt, die eine App verschickte. Wer will, kann sich Grenzen setzen, wie lange eine App am Tag genutzt werden soll. Dies ist vor allem für Kinder gedacht.

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Verbessert wurden auch die Augmented-Reality-Funktionen. ARKit 2.0 bietet eine optimierte Gesichtserkennung, erkennt 3D-Objekte automatisch und bietet Persistenz, so dass die Umgebung wiedererkannt werden kann, in welcher der Nutzer beim vorherigen Spiel war. Außerdem können AR-Erlebnisse mit mehreren Nutzern gleichzeitig genutzt werden. So können zum Beispiel Multiplayer-Spiele im AR-Bereich gespielt werden. Lego stellte dazu eine App vor, die mit echten Lego-Objekten interagieren kann. Dabei können zwei Nutzer die gleiche Szene mit ihren iPads betrachten und miteinander spielen.

Siri bietet nun eine Möglichkeit, eigene Suchphrasen hinzuzufügen, die Apps bedienen können. Dabei nutzt Apple die App Workflow, die das Unternehmen übernommen hatte. Sogar die Galerie mit vorgefertigten Funktionen wurde übernommen. Die App Workflow gibt es aber weiterhin separat. Die Siri-Shortcut-Funktion soll die Sprachsteuerung in Millionen Apps hinzufügen. Das müssen die Entwickler allerdings unterstützen. Siri durchsucht das iPhone auf Termine oder gekaufte Eintrittskarten und bietet dem Nutzer Reaktionen an, um beispielsweise bei Verspätungen eine Nachricht zu verfassen.

Die Video-und Audiokonferenz-App Facetime bietet in iOS 12 Gruppenchats mit bis zu 32 Teilnehmern, wobei aus Platzgründen unten eine Scrollleiste eingeführt werden musste, wenn sehr viele Teilnehmer online sind. Wer spricht, wird automatisch in den Fokus gerückt. Die Effekte mit Animojis sind bei iOS 12 auch in Facetime verfügbar. Auf der Apple Watch können Telefonate über Facetime geführt werden.

MacOS Mojave wird düster - doch die öffentliche Beta steht noch aus

Auch Apples Mac-Betriebssystem erhält einige neue Funktionen, darunter einen dedizierten Dark Mode, einen App Store im iOS-Stil, neue Desktop-Tools und Updates für Quick Look. Auf dem Desktop können Nutzer die Vorteile von Stacks nutzen, einer automatisierten Methode, um verwandte Dateitypen zu übersichtlichen Ordnern zusammenzufassen.

Mit den neuen Quick Actions, die es dem Benutzer ermöglichen, komplexe Befehle direkt im Vorschau-Tool auszuführen, erhält dieses neue Möglichkeiten wie leistungsstarke Videobearbeitungsaktionen. Die öffentliche Beta dürfte in einigen Tagen erscheinen.

Das Apple TV bekommt nur wenige Änderungen. Die Unterstützung für Dolby-Atmos-Surround-Sound kommt nur auf Apple-TV-4K-Modellen, während Apple mit Kabelanbietern in den USA zusammenarbeitet, um den Anmeldeprozess für Medienanwendungen von Drittanbietern zu optimieren.

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