Apple: Öffentliche Beta von MacOS Sierra und iOS 10 ist da
Apple hat die zweite Betaversion von iOS 10 und MacOS Sierra 10.12 veröffentlicht und sie das erste Mal auch den Teilnehmern des Apple-Seed-Programms(öffnet im neuen Fenster) zugänglich gemacht. Angekündigt hatte Apple den öffentlichen Betatest schon bei der Vorstellung der neuen Betriebssysteme im Juni 2016 zur Entwicklerveranstaltung WWDC.

Wer sich für das kostenlose Betatester-Programm anmeldet, kann nach der Installation eines Profils die bereitgestellten Versionen von iOS 10 und MacOS Sierra 10.12 für iPhone, iPad, iPod Touch und Mac herunterladen.
Wie üblich gilt bei Vorabversionen, dass diese nur auf Testgeräten installiert werden sollten, die nicht für den Produktivbetrieb genutzt werden. In jedem Fall empfiehlt sich vorher das Erzeugen eines Backups. Installationsvoraussetzung für iOS 10 ist die Vorversion iOS 9 und bei MacOS Sierra OS X El Capitan.
Was ist neu an MacOS Sierra?
Die wichtigste Neuerung für den Endanwender ist die Integration des Sprachassistenten Siri. In allen anderen Betriebssystemen ist Siri bereits eingebaut. Auf dem Desktop hilft Siri vor allem bei der Suche nach Dokumenten, wie es in der Vorversion die Suchfunktion Spotlight konnte. Auch bei Termineintragungen in den Kalender oder der Musiksteuerung ist Siri hilfsbereit.
Sierra synchronisiert auf Wunsch den Desktop mitsamt Dateien zwischen verschiedenen Macs des Nutzers. Auch von iOS-Geräten lässt sich mit der iCloud-Drive-App auf die Daten zugreifen. Die Auto-Unlock-Funktion ermöglicht es, den Mac mit der Apple Watch zu entsperren, wenn der Nutzer in der Nähe ist. Mit der universellen Zwischenablage (Universal Clipboard) können Betriebssystemgrenzen überwunden und Inhalte wie Texte und Fotos verschlüsselt vom iPhone zum Mac oder in die andere Richtung übertragen werden.
iOS 10 mit zahlreichen Neuerungen
Optisch erhält der Sperrbildschirm von iOS 10 ein neues Design. Im Sperrbildschirm gibt es Widgets wie einen Kalender. Der Bildschirm schaltet sich ein, wenn der Anwender das Gerät hochhebt. Die Benachrichtigungen erhalten ebenfalls eine neue Optik und neue Schnellreaktionsmöglichkeiten, die mit Geräten, die 3D Touch unterstützen, funktionieren.
Entwickler können auf den Sprachassistenten Siri zurückgreifen und die Sprachsteuerung in ihre eigenen Apps integrieren. Außerdem erlaubt Siri die Steuerung bisher nur über die grafische Oberfläche nutzbarer Funktionen wie der Bildschirmhelligkeit.
In iOS 10 beziehungsweise der Foto-Anwendung wurde eine Bilderkennungsfunktion eingebaut, die nicht nur Personen, sondern auch Szenen identifiziert. Aus Datenschutzgründen geschieht das ohne Internetverbindung lokal auf dem iOS-gerät.

Des Weiteren gibt es Funktionserweiterungen in der Karten-App, in Carplay, Apple Music und Homekit. Dort wurde eine eigene App zur übergreifenden Steuerung von Geräten verschiedener Hersteller realisiert.

Besonderes Augenmerk gilt der Messages-App in iOS. Dort wurden neue Emoji-Icons hinzugefügt, die nun größer angezeigt werden. Sprechblasen lassen sich je nach Stimmung animieren und Texte und Bilder verdeckt verschicken. Der Empfänger muss sie freirubbeln, um sie sehen zu können. Außerdem lassen sich handgeschriebene Texte per Touchscreen eingeben und übermitteln. Tapback ermöglicht es, mittels eines einzigen Fingertipps zu antworten. Rich Links lassen den Nutzer Inhalte direkt in Nachrichten sehen und Medien abspielen.
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