Apple: Nutzer müssen nach Selbstreparatur nicht mehr telefonieren
Apple hat Neuerungen zu seinem Selbstreparaturprogramm Self Service bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Das Programm wird auf die iPhone-14-Reihe ausgeweitet, Besitzer der Geräte können künftig selbst Displays oder Akkus wechseln und andere Reparaturen vornehmen.
Die wohl interessantere Neuerung für Nutzer, die ihr Gerät selbst reparieren wollen, betrifft aber den Diagnose- und Registrierungsprozess nach dem Einbau der neuen Komponenten. Ab sofort können Nutzer ihr repariertes Gerät in den Diagnosemodus booten und die erforderliche Systemkonfiguration selbst durchführen. Dafür müssen sie Apple zufolge nur den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.
Bislang mussten Nutzer eine Hotline anrufen, die mittels einer Software aus der Ferne die Echtheit der Komponenten überprüfte und sie gegenüber dem jeweiligen Betriebssystem identifizierte. Nur so können beispielsweise Displays die True-Tone-Funktion verwenden, also die automatische Anpassung der Bildschirmtemperatur an die Lichttemperatur der Umgebung. Auch die Batteriegesundheit lässt sich nur nach einer Registrierung auslesen.
Systemkonfiguration weiterhin per Hotline möglich
Alternativ ist die Systemkonfiguration aber weiterhin über ein Telefonat möglich. Dank der Software können selbst reparierende Nutzer auch sicherheitsrelevante Komponenten wie Fingerabdrucksensoren oder die Frontkamera bei Geräten mit Face ID mit dem Sicherheitschip des jeweiligen Gerätes verbinden.
Apple betont, dass der überwiegende Teil seiner Kunden weiterhin auf die Reparatur durch einen autorisierten Dienstleister setze. Angesichts des Aufwandes, den die Apple-Selbstreparatur erfordert, ist das wenig verwunderlich: Um beispielsweise das Display eines iPhones auszutauschen, muss nicht nur das Ersatzteil bestellt werden.
Apple liefert auch eine Reihe sperriger, professioneller Geräte, die dem Öffnen des iPhones und dem Verkleben des Displays dienen. Damit ist zwar eine professionelle Reparatur einfacher, andere Hersteller setzen aber auf weitaus weniger sperriges Werkzeug, das den Zweck in der Regel auch zu erfüllen scheint.
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