Apple: Neue Funktionen und Preissenkung für Airpods anvisiert

Apple arbeitet derzeit intern an einer Reihe neuer Funktionen für die Airpods-Produktreihe. Dabei stehen Funktionen rund um die Gesundheit im Mittelpunkt. Zudem sind Änderungen am Ladeetui der Airpods-Hörstöpsel sowie eine Preissenkung geplant. Das berichtet der für gewöhnlich gut unterrichtete Bloomberg-Journalist Mark Gurman(öffnet im neuen Fenster) .
Apple will die Airpods so überarbeiten, dass sich die Bluetooth-Hörstöpsel auch als Hörgerät nutzen lassen. Dazu stellte Apple gezielt Ingenieure von klassischen Hörgeräteherstellern ein. In den USA wurden kürzlich die Anforderungen für Hörgeräte gelockert. Der Verkauf von Hörgeräten ist ohne vorherige ärztliche Untersuchung oder ein Attest möglich. Dies will Apple nutzen, um in diesem Markt mitzumischen. Der Hörgerätemarkt erzielt jährlich einen Umsatz von 10 Milliarden US-Dollar.
Die Airpods besitzen mit den beiden Funktionen Konversationsverstärkung(öffnet im neuen Fenster) sowie Live-Mithören(öffnet im neuen Fenster) bereits Fähigkeiten, mit denen das Hören der Umgebung verbessert werden soll. Damit sollen leichte Schwächen bei der Gehörleistung ausgeglichen werden. Bisher wurden beide Funktionen von Aufsichtsbehörden nicht genehmigt.
Apples Airpods-Hörstöpsel für Gesundheitsfunktionen
Für die Airpods ist eine Hörtestfunktion geplant. Diese kann verschiedene Töne und Klänge abspielen und soll zeigen können, ob eine Person Schwächen beim Hören hat. Zudem sollen die Airpods Sensoren zur Ermittlung der Körpertemperatur erhalten. Die Messung der Körpertemperatur im Gehörgang soll als genauer gelten als die Messung etwa mit einer Smartwatch.
Apple nutzt diese Daten zur Ermittlung der Fruchtbarkeitsphase und will frühzeitig erkennen können, ob sich eine Krankheit entwickelt. Das gilt für Krankheiten, bei denen die Körpertemperatur ansteigt. Gurman geht davon aus, dass diese Gesundheitsfunktionen erst in einigen Monaten oder sogar Jahren in die Produkte integriert werden.
Airpods-Ladeetui bekommt USB-C-Buchse
Etwas früher ist eine Änderung am Ladeetui für die Airpods-Stöpsel geplant. Parallel mit dem Wechsel vom Lightning-Anschluss auf USB-C beim iPhone 15 sollen zunächst auch die Ladeetuis für die Airpods Pro mit einem USB-C-Anschluss versehen werden. Eine neue Generation der Airpods Pro sind dann allerdings nicht zu erwarten, diese werden wohl erst später folgen.
Auch bei anderen Audioprodukten wird Apple langfristig auf USB-C wechseln. Die Airpods-Produkte verwenden bisher ausschließlich einen Lightning-Ladeanschluss.
Preissenkung für Airpods denkbar
Für die normalen Airpods-Modelle ohne Technik zur aktiven Geräuschunterdrückung könnte Apple laut dem Bericht eine Preissenkung vornehmen. Diese Modelle könnten künftig für 100 US-Dollar statt bisher 130 US-Dollar verkauft werden. Damit würde Apple die Konkurrenz stärker unter Druck setzen.
Apple stellt für den Herbst 2023 ein größeres Firmware-Update für einige Airpods-Modelle in Aussicht. Die meisten geplanten Neuerungen gibt es nur exklusiv für die aktuellen Airpods Pro 2. Unter anderem will Apple auf eine seit Jahren geäußerte Kritik an den Airpods-Podukten reagieren: Zumindest einige ausgewählte Airpods-Modelle werden eine Mikrofonsteuerung direkt am Gerät erhalten.



