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Deezer und Tidal

Deezer

Der französische Streaminganbieter Deezer ist mit 6,3 Millionen zahlenden Kunden auf Platz drei im Weltmarkt.

Angebot: Nach eigenen Angaben gibt es 35 Millionen Titel aller Genres, eigene Playlisten, Hörbücher und Hörspiele, dazu Podcasts und verschiedene Musik-Apps.

Kosten: Nach 30 Tagen Testphase kostet der Dienst 9,99 Euro monatlich. Er ist kündbar zum Folgemonat. Es gibt einen werbefinanzierten Gratiszugang mit unbegrenztem Angebot am Computer, auf mobilen Geräten steht ein Shuffle-Mix zur Verfügung.

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Nutzung: als App auf iOS und Android-Geräten, Webplayer und bereits in vielen Geräten direkt integriert (Sonos, Pioneer, Denon, Bose Soundtouch). Einen genauen Überblick gibt es unter deezer.com/devices. In BMW-Fahrzeugen mit Connected Drive ist das Premium+-Abo sogar Teil der Ausstattung.

Bedienung: Der Nutzer kann nach Alben, Titeln und Künstlern suchen, sich Neuheiten anzeigen lassen oder unterschiedlichen Playlisten folgen, die zwar zahlreich, aber weniger individuell sind als bei der Konkurrenz von Apple oder Spotify. Mit Flow bietet Deezer eine Art personalisiertes Radio an, basierend auf bereits gespielten Tracks. Schön ist der große und leicht zu findende Hörbuchbereich. Eigene Playlisten, gemerkte Alben und Titel lassen sich auch offline verfügbar machen und umgekehrt eigene MP3-Dateien in die Deezer-Cloud laden. Wie Spotify bietet Deezer den Abruf von Songtexten zu vielen Titeln an.

Offline: Im Premium-Tarif sind beliebig viele Playlisten und Alben offline verfügbar.

Qualität: Im Premium-Tarif wird MP3 mit 320 kbps angeboten, im Elite-Tarif (nur für Sonos-Nutzer) Lossless.

Einschätzung/Perspektive: Deezer ist bereits in vielen Geräten von Topmarken eingebunden und empfiehlt sich durch die relativ hohe Qualität des Streams für den Musikkonsum daheim. Die Zusammenstellung der Playlisten ist nicht ganz so interaktiv und ausgefeilt wie bei Spotify oder Apple Music, dafür gibt es ein reiches Angebot an Hörbüchern sowie eine ganze Reihe an Apps, mit der sich Musik auf vielfältige und ziemlich überraschende Weise entdecken lässt.

Tidal (ehemals WIMP)

Rapper Jay-Zs eigener Hi-Fi-Musik-Dienst Tidal streamt in CD-Qualität. Derzeit ist er mit rund einer Million zahlender Nutzer auf Platz sechs im Markt.

Angebot: Nach Angaben des Unternehmens gibt es 35 Millionen Titel aller Genres, 85.000 Videos und eigene Playlisten sowie neue und unbekannte Künstler.

Kosten: Tidal Premium gibt es für 9,99 Euro monatlich, Tidal HIFI in verlustfreier CD-Qualität als Flac für 19,99 Euro. Für beide Tarife dauert die Gratis-Testphase 30 Tage. Die Familientarife kosten jeweils pro Person 50 Prozent Aufschlag zum normalen Preis. Zahlung ist per Kreditkarte und Paypal möglich, die Kündigung jederzeit zum Folgemonat.

Verbreitung: Der Dienst ist verfügbar als Webplayer für Chrome, per App auf Smartphones und Tablets, Mac OS X & Windows sowie direkt integriert auf einigen hochwertigen Hi-Fi-Netzwerk-Geräten von Linn, Auralic, Sonos, Bluesound, Mirage, Squeezebox, Amarra, McIntosh, Wadia, Electrocompaniet, Meridian, Raumfeld, Denon Heos, Harman/Kardon, Lumin, Burmester, Moon, Naim, Belcanto und vielen mehr.

Anwendung: Nutzer können gezielt Alben und Künstler suchen, Playlisten oder Neuvorstellungen folgen oder durch die Genres browsen. Eigene Playlisten und Musik-Warteschlangen lassen sich schnell anlegen. Überzeugend sind die redaktionell erstellten Playlisten, die selbst Musikkennern Überraschungen bieten können. Mit Tidal Rising und Tidal Discovery werden unbekanntere und neue Künstler gefördert. Zusätzlich gibt es für Tidal-Mitglieder auch live gestreamte Konzertevents. Leider sind Hörbücher und -spiele nicht direkt in den Genres zu finden.

Besonderheiten: Tidal startete ursprünglich in Norwegen als Wimp, der Name konnte sich aber verständlicherweise in den englischsprachigen Ländern nicht durchsetzen (Whimp bedeutet Schwächling). Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit einem eher unbekannten deutschen Lautsprecherhersteller darf sich der Streamingdienst nun auch hier Tidal nennen.

Offlinenutzung: Abspielen ohne Onlineverbindung ist in beiden Tarifen möglich.

Qualität: Es gibt im Premium-Tarif AAC bis 320 kbps, im Hi-Fi-Tarif verlustfreie CD-Qualität als FLAC.

Einschätzung/Perspektive: Tidal legt von allen Streamingdiensten den größten Schwerpunkt auf den Hi-Fi-Nutzen. Zur sehr guten Audioqualität passt die zunehmende Verfügbarkeit auf hochwertiger Unterhaltungselektronik. Die redaktionelle Leistung schließt sehr gute Playlisten-Zusammenstellungen und hervorragende Neuentdeckungen ein. Defizite gibt es bei den Hörbüchern und beim Angebot für Kinder, da bieten beispielsweise Spotify und Deezer mehr.

 Apple MusicQobuz und Napster 

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Dwalinn 09. Dez 2015

Hatte das Problem auch (mit LTE 3-8Mbit) allerdings hat es meistens Funktioniert und mir...

Shakal1710 07. Dez 2015

dann warte mal bis ende des jahres ;)

der_wahre_hannes 03. Dez 2015

Was hat der Gratismonat damit zu tun?

Nasreddin 02. Dez 2015

Echt? Wieso das denn? Copyright?

Nasreddin 02. Dez 2015

Passiert leider häufiger bei Golem. Seit damals beim Windows Phone "Test" die fehlende...



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