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Apple: Mitarbeiter hörten bis zu 1.000 Siri-Schnipsel am Tag

Bevor Apple die Auswertung von Siri-Sprachdateien gestoppt hat, mussten Mitarbeiter in Irland teilweise bis zu 1.000 Audio-Schnipsel pro Schicht auswerten. Meist handelte es sich nur um Sprachkommandos, manchmal waren aber auch persönliche Informationen darunter.

Artikel veröffentlicht am ,
Unter anderem Apples Homepod läuft mit Siri.
Unter anderem Apples Homepod läuft mit Siri. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Zur Auswertung von Siri-Sprachdateien bei Apple gibt es neue Details: Einem Bericht der Zeitung Irish Examiner zufolge sollten Vertragsmitarbeiter eines Auswertungscenters in Cork bis zu 1.000 Sprachschnipsel pro Schicht anhören und auswerten.

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Nachdem Apple die Praxis Anfang August 2019 beendet hatte, mussten die Mitarbeiter Schweigevereinbarungen bezüglich ihrer Arbeit unterzeichnen; ein normaler Vorgang. Dennoch haben sich einige dem Irish Examiner anvertraut und von ihrer Arbeit berichtet. "Die Aufnahmen waren ein paar Sekunden lang. Manchmal hörten wir persönliche Daten oder Auszüge aus Unterhaltungen, aber meistens handelte es sich um Siri-Kommandos", erklärt einer der Mitarbeiter.

Einem früheren Bericht des Guardian nach sollen bei den Aufnahmen auch sehr private Dinge von den Apple-Mitarbeitern gehört worden seien. Unter anderem soll es sich um vertrauliche Diskussionen, geschäftliche Besprechungen, kriminelle Absprachen und sogar sexuelle Handlungen handeln. Viele Nutzer waren sich nicht bewusst, dass ihre Spracheingaben - ob gewollt oder ungewollt - abgehört wurden.

Einigen Mitarbeitern wurde bereits gekündigt

Nach Beendigung der Auswertung soll einigen der Arbeiter in Cork gekündigt worden sein. "Meine Kollegen sind überwiegend junge Leute aus Cork, die jetzt keinen Job mehr haben", sagte einer der Mitarbeiter, die mit dem Irish Examiner geredet haben. Die restlichen 300 Arbeiter befürchten nun, dass es ihnen ähnlich ergehen wird.

Nicht nur Apple hat die Audiodateien seines Sprachdienstes Siri ausgewertet, auch Google und Microsoft haben Mitschnitte ihrer Sprachdienste abgehört. Apple kündigte an, die Auswertungspraxis so lange zu stoppen, bis Nutzer adäquat vor der Verwendung von Siri darauf hingewiesen werden und die Auswertung auch untersagen können. Google hat die Auswertung Ende Juli 2019 für drei Monate ausgesetzt.

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iDiot 27. Aug 2019

wenn jemand 1000 Audio Schnippsel am Tage sich anhört, dann denke ich kaum dass er sich...

heikom36 26. Aug 2019

Apple hat sie massenhaft an 3. weitergegeben - an Mitarbeiter, die diese nicht...

ChMu 26. Aug 2019

Jup, stimmt ja. Das stimmt sicher, nur diese Menschen haben auch keinerlei Infos...

Eheran 26. Aug 2019

Das ist sehr sicher ein sehr geringer Anteil. Und nur englischsprachig. Aber 300*1'000...

longthinker 26. Aug 2019

Falls im Deutschunterricht erklärt wurde, dass die Geräuschentwicklung beim Sex privater...


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