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Apple: Mit iOS 9 aktiviert sich iCloud-Synchronisation automatisch

Apples iCloud-Dienst wird mit iOS 9 automatisch aktiviert, sobald sich der Anwender mit einer Apple-ID anmeldet. Bisher war die Nutzung von iCloud nicht so stark an iOS gekoppelt.
/ Ingo Pakalski
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Apples iCloud schaltet sich mit iOS automatisch ein. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Apples iCloud schaltet sich mit iOS automatisch ein. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Mit dem Erscheinen von iOS 9 wird das Mobilbetriebssystem enger mit Apples Cloud-Dienst iCloud verknüpft. Der Dienst aktiviert sich jetzt automatisch, wenn ein Smartphone oder Tablet während der Gerätekonfiguration mit einer Apple-ID eingerichtet wird, darauf weisen die von Apple überarbeiteten Nutzungsbedingungen für iCloud(öffnet im neuen Fenster) hin. Dieser Schritt lässt sich überspringen und es ist auch möglich, die automatische iCloud-Synchronisation nachträglich wieder abzuschalten.

Automatische Backups

Die automatische iCloud-Synchronisation aktiviert sich nicht, wenn das Gerät aktualisiert wird und der iCloud-Dienst in den iOS-Einstellungen zuvor abgeschaltet war. Sobald iCloud aber aktiviert wird, landen Daten des Geräts automatisch auf dem iCloud-Speicher und damit auf Apples Servern. In den Nutzungsbedingungen heißt es dazu: "Wenn iCloud aktiviert ist, werden Ihre Inhalte automatisch an Apple geschickt und von Apple gespeichert, damit Sie später auf diese Inhalte zugreifen können oder damit die Inhalte drahtlos an Ihre anderen Geräte und Computer, die iCloud aktiviert haben, gepusht werden."

Die auf den iCloud-Servern abgelegten Daten kann Apple nach einem Gerichtsbeschluss an Ermittlungsbehörden weitergeben. Kürzlich hat Apple bei Ermittlungen im Drogen- und Waffenhandelsmilieu mit den US-Behörden kooperiert und einige iMessage-Konversationen herausgegeben. Eigentlich sind die Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt und so für den Konzern nicht einsehbar.

Einer der Nutzer hatte aber im konkreten Fall einige Gespräche in seinem iCloud-Speicher abgelegt. Dadurch konnte Apple die Nachrichten einsehen und weitergeben – die Daten waren dort unverschlüsselt gespeichert. In welcher Form – ob etwa als Screenshot, Text oder unverschlüsseltes Backup – die Daten in iCloud gespeichert waren, ist nicht bekannt.

Regelungen für Zwei-Faktor-Authentifizierung

In den neuen iCloud-Nutzungsbedingungen wird auch die neue Zwei-Faktor-Authentifizierung erwähnt. Nachdem die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die betreffende Apple-ID aktiviert wurde, erklärt sich der Nutzer damit einverstanden, Apple "mindestens eine Telefonnummer" bereitzustellen. Durch die Nennung einer Mobiltelefonnummer soll die Identifizierung des Anwenders zuverlässiger und Datendiebstähle verhindert werden.

Im Zuge dessen erhält der Nutzer "automatische oder vorab aufgezeichnete Anrufe und Textnachrichten von Apple an beliebige der von Ihnen bereitgestellten Telefonnummern" . Diese Anrufe respektive Textnachrichten dienen dem Schutz des iCloud-Kontos, falls etwa das Kennwort vergessen wurde.


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