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Apple: Macbook Neo mit 1 TByte gemodded

Ein chinesischer Bastler hat das Macbook Neo per Hand von 256 GByte auf 1 TByte aufgerüstet.
/ Andreas Donath
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Apples Macbook Neo (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Apples Macbook Neo Bild: Oliver Nickel/Golem

Der auf Youtube als Director Feng bekannte Bastler hat ein Macbook Neo aufgeschraubt, die Hauptplatine freigelegt und den original verbauten 256-GByte-NAND-Chip unter Hitzezufuhr und mit Flussmittel herausgelötet. Das berichtete die Webseite Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) . An seiner Stelle sitzt nun ein 1-TByte-Modul, das per BGA-Löttechnik neu aufgebracht wurde.

Nach einem Neuaufsetzen von MacOS via USB-Verbindung zu einem zweiten Macbook erkannte das System den neuen Speicher ohne Probleme. Im Dateisystem standen anschließend 994,61 GByte zur Verfügung, der Rest entfällt auf Formatierungs-Overhead.

Mehr Platz, minimal mehr Tempo

Neben der reinen Kapazität zeigte der neue Chip im Blackmagic Disk Speed Test auch geringfügig bessere Transferraten: rund 1.600 MByte/s statt der ursprünglichen 1.500 MByte/s. Ob das im Alltag spürbar ist, bleibt fraglich. Das Basismodell des Neo kommt mit lediglich 8 GByte Unified Memory, weshalb MacOS regelmäßig auf Swap-Speicher zurückgreift.

Die handwerkliche Leistung ist beeindruckend – für die breite Masse taugt das Modding trotzdem nichts. Wer einen Fachbetrieb beauftragt, zahlt den Komponentenpreis plus Lohn plus Risiko. Wer selbst Hand anlegt, riskiert Datenverlust und verliert die Garantie. Eine externe SSD ist in fast jedem Fall die vernünftigere Wahl.

Was die Aktion dennoch belegt: Apples 512-GByte-Grenze beim Neo-Topmodell ist kein technisches Limit.


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