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Einfach ein gebrauchtes Macbook Air kaufen

Die Leistung des A18-Pro-Chips, die in etwa zwischen dem M1 und dem M2 liegen dürfte, ist deshalb völlig ausreichend. Vor allem dürfte er sehr energieeffizient arbeiten und somit die Akkulaufzeit erfreulich hoch sein. Apple spricht von knapp 11 Stunden Websurfen. Das ist genug, selbst für besonders langweilige Vorlesungen.

Viel mehr Sorgen machen uns die 8 GByte RAM. Die dürften im Kontext des Klassenraums vielleicht noch ausreichen. Doch es gibt gute Gründe, warum Apple das Macbook Air seit einigen Generationen nur noch mit mindestens 16 GByte RAM ausstattet. Wollen wir etwa mehr auf unserem Macbook machen als nur Word-Dokumente und Excel-Tabellen zu erstellen, werden 8 GByte RAM schnell knapp, auch wenn MacOS grundsätzlich nicht so viele Ressourcen benötigt wie etwa Windows 11.

Nehmen wir einmal an, wir wollen unser Macbook Neo nach dem Studium auch noch für unsere Homeoffice-Arbeit nutzen. Dann macht uns Apple das Leben erneut schwer. Nicht nur unterstützt das SoC über USB-C 3.2 Gen2 nur ein externes Display, was oft zu wenig für einen gut ausgestatteten Bildschirmarbeitsplatz ist. Wollen wir auch noch einen USB-Dongle an den zweiten Port für mehr Peripheriegeräte anschließen, wird die Transferrate der USB-2.0.Schnittstelle schnell knapp.

Upgrade-Pfad: Neu kaufen

Es ist zudem bekannt, dass sich Apple-Silicon-Macbooks nicht später aufrüsten lassen. Sämtliche Komponenten sind verlötet oder fest integriert. Wir müssen mit unserem eingeschränkten RAM und der SSD eine Weile lang leben oder uns direkt ein neues Gerät kaufen, wenn wir nach dem Studium in unserem ersten Job anfangen.

Das beste Gegenargument zum Macbook Neo liefert aber Apple selbst. Denn für 700 bis 800 Euro können wir uns auf dem Gebrauchtmarkt bereits ein Macbook Air mit schnellerem M3-Chip, neuem Notch-Design, besseren Anschlüssen und mehr RAM kaufen. Allerdings müssen wir hier eben auf schicke Pastellfarben verzichten – ein Opfer, das wir allerdings gerne bringen würden.

IMHO ist der Kommentar von Golem [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]

Oliver Nickel hat schon in Ausbildung und Studium viel mit Laptops und Tablets gearbeitet. Hätte es zu seiner Zeit ein Macbook Neo gegeben, hätte er sich vielleicht dafür entschieden und in seinen späteren IT-Jobs seinen Kauf immer dann bereut, wenn er mal wieder einen USB-Dongle zum Anschließen gebraucht hätte. Als Redakteur für Hardware testet er jährlich viele Laptops, darunter auch die aktuellen Macbooks und Macs.


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