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Apple: Macbook Air stoppt Artilleriesplitter - und läuft weiter

Ein ukrainischer Soldat überlebt einen Beschuss unbeschadet, weil sein Macbook Air Schrapnell abgefangen hat.
/ Andreas Donath
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Getroffenes Macbook Air (Bild: X/Screenshot: Golem.de)
Getroffenes Macbook Air Bild: X/Screenshot: Golem.de

Der Soldat mit dem Nutzernamen @lanevychs hat auf X Bilder(öffnet im neuen Fenster) seines beschädigten Macbook Air M1 aus dem Jahr 2020 geteilt. Das Gerät war von Schrapnell getroffen worden, der Display und Tastatur beschädigt hatte – das Notebook funktioniert dennoch weiter.

Das Projektil durchschlug den Bildschirm, blieb aber im Gehäuse stecken. Auf den veröffentlichten Fotos sind Teile des Displays noch funktionsfähig, obwohl eine deutliche Einschlagstelle zu sehen ist. Von der Tastatur fehlt lediglich die K-Taste.

Bereits der zweite Kampfeinsatz

Möglicherweise ist dies nicht der erste Gefechtskontakt des Laptops. In Kommentaren erwähnte @lanevychs, dass er kürzlich bereits die Matrix – vermutlich Display oder Mainboard – nach einem FPV-Drohnenangriff austauschen musste.

Das Macbook Air besteht aus einer Aluminiumlegierung in Unibody-Bauweise. Apple wählte dieses Material ursprünglich für Wärmeableitung und Stabilität im Alltagsgebrauch. Das Modell von 2020 misst an der dünnsten Stelle 4 mm, am Scharnier 16 mm.

Die Aluminiumlegierung dient mehreren Zwecken: Sie fungiert als Kühlkörper für den lüfterlosen M1-Chip und schützt vor Kratzern und leichten Stößen. Die nahtlose Konstruktion erhöht die strukturelle Festigkeit.

In diesem Extremfall reichte die Materialdichte offenbar aus, um den Splitter zu stoppen. Eine professionelle Reparatur kommt für den Soldaten nicht infrage – die Kosten lägen nahe am Neupreis eines Ersatzgeräts. Sein genauer Standort in der Ukraine wurde nicht genannt.


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