SSD aufrüsten heißt Mac einschicken

Ja, der M1 Ultra gehört zu den leistungsfähigsten Chips derzeit. Allerdings ist der Mac Studio leider, wie eigentlich schon zu erwarten, ein enorm geschlossenes System. Das SoC und der RAM sind allesamt auf dem Mainboard verlötet. Apple selbst bestätigt, dass der Studio nicht als modulares System ausgelegt und von Kunden aufrüstbar sein soll.

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Trotzdem sind die mitgelieferten M.2-SSDs, die an M.2-2230 erinnern, auf dem Mainboard gesteckt, wie ein Teardown des Mac Studio bestätigt. Zudem sind zwei Slots für Steckmodule vorhanden. Der Haken: Der Controller ist auf seit jeher auf dem M1-SoC verbaut, sodass ein einfacher Tausch mit beliebigen SSDs nicht möglich ist. Möglicherweise bietet Apple künftig ein Upgradeprogramm an, mit dem Kunden ihren Mac - nach Vobild des Mac Pro - zumindest einschicken und so aufrüsten lassen können. Bisher ist das aber nicht bestätigt.

Das ist gerade im Profibereich ein enormes Problem. Wo sollen wir die vielen hochauflösenden Videodateien ablegen, die wir so schön schnell wie in der Apple-Werbung bearbeitetet haben? Weiteren Speicherplatz zu verbauen, ist nicht möglich. Hier kommt also der schnelle 10-Gbit-Ethernet-Port zum Einsatz. Wir können so etwa einen Netzwerkspeicher anschließen, der schnell genug ist. Alternativ können wir eine der freien Thunderbolt-4-Buchsen mit einem maximalen Datendurchsatz von 40 GBit/s für externe SSDs verwenden.

Der offizielle Apple-Weg scheint allerdings einfacher zu sein: Mehr Geld in die Hand nehmen und eine größere SSD bei der Mac-Studio-Bestellung auswählen. Maximal sind 8 TByte integrierter Flash-Speicher konfigurierbar. Der Preis für das Topmodell reicht allerdings an 10.000 Euro und mehr heran. Hier können wir mit Stromersparnissen nicht mehr argumentieren.

Fest integrierte Komponenten

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Doch nicht nur der hohe Anschaffungspreis ist ein Problem. Auch wird durch fest verbaute Komponenten die maximale Betriebsdauer des Mac Studio festgelegt. SSDs gehören zu den eher verschleißanfälligen Komponenten innerhalb eines Computers. Ist diese defekt, dann können wir das gesamte System nur bei Apple einsenden. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

  • Apple Mac Studio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse an der Front: zwei Thunderbolt-Ports und ein SD-Kartenleser (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mac Mini (oben) hat eine identische Grundfläche zum Mac Studio. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mac Mini (oben) hat eine identische Grundfläche zum Mac Studio. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple Mac Studio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse hinten: Thunderbolt, Ethernet, Netzstecker, USB-A, HDMI und 3,5-mm-Klinke (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Selbst unter Vollast wenig Energiebedarf (Screenshot: Golem.de)
  • Gute Leistung in Games (Screenshot: Golem.de)
  • Die SSD ist schnell genug. (Screenshot: Golem.de)
  • Die SSD ist schnell genug. (Screenshot: Golem.de)
Die SSD ist schnell genug. (Screenshot: Golem.de)

Zumindest ist die verbaute Apple-SSD schnell genug, von den verlöteten und bei unserem Testmuster enormen 128 GByte LPDDR5-RAM ganz zu schweigen. In Blackmagics Disk Speed Test erreicht das System 5,4 und 6 GByte/s. Besser vergleichbar ist der Amorphousdiskmark, der eine MacOS-Variante von Crystaldiskmark ist. Hier werden 6.866 MByte/s im sequentiellen Lesen und 7.402 MByte/s im sequentiellen Schreiben gemessen. Das ist etwas weniger, als die im Macbook Pro 16 (7.437 MByte/s Lesen und 7.640 MByte/s Schreiben) erreichten Werte, aber dennoch flott.

Selbst wenn wir Komponenten des Mac Studio austauschen wollen würden, kommen wir eigentlich gar nicht an das Innere des Rechners heran. Schrauben sind versteckt. Apple verfolgt hier klar eine andere Designphilosophie als noch beim relativ gut zugänglichen Mac Pro mit Intel-Chip. Und selbst der in der Grundfläche gleichgroße Mac Mini M1 lässt sich relativ einfach öffnen - und sei es nur, um das Mainboard oder eine andere Komponente auszutauschen.

  • Apple Mac Studio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse an der Front: zwei Thunderbolt-Ports und ein SD-Kartenleser (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mac Mini (oben) hat eine identische Grundfläche zum Mac Studio. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mac Mini (oben) hat eine identische Grundfläche zum Mac Studio. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple Mac Studio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse hinten: Thunderbolt, Ethernet, Netzstecker, USB-A, HDMI und 3,5-mm-Klinke (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Selbst unter Vollast wenig Energiebedarf (Screenshot: Golem.de)
  • Gute Leistung in Games (Screenshot: Golem.de)
  • Die SSD ist schnell genug. (Screenshot: Golem.de)
  • Die SSD ist schnell genug. (Screenshot: Golem.de)
Anschlüsse hinten: Thunderbolt, Ethernet, Netzstecker, USB-A, HDMI und 3,5-mm-Klinke (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Apple Mac Studio M1 Max, MAC-System

Wir müssen uns hier also vorher im Klaren sein: Wollen wir den Mac Studio mit 512-GByte-SSD und M1-Max kaufen oder doch lieber die vollausgestattete Version? Später können wir das nicht mehr ändern.

Schade, dass ein so schnelles SoC bisher nur in einem sehr geschlossenen System verbaut wird. Apple wird sich dahingehend wohl auch in Zukunft nicht ändern.

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 M1 Ultra ist enorm schnell und energiesparendApple Mac Studio - Verfügbarkeit und Fazit 
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wurzelhans 22. Mär 2022

@McWasa Technische Details vom m1 linux Entwickler: https://twitter.com/marcan42/status...

Steffo 18. Mär 2022

Also ich finde nur hässliche Bilder. Vielleicht kannst du mal eines verlinken?

angrest 18. Mär 2022

In 10 Jahren will ich nicht nur mehr RAM, sondern eine erheblich schnellere CPU. Und das...

Jk76 18. Mär 2022

... Eigentlich hatte ich nach dem Mac Pro 2013 Desaster die Schnauze voll von Apple...



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