Flott, leise, aufrüstbar

In der Basisversion verlötet Apple einen Core i3-8100B mit vier Kernen ohne Hyperthreading, der Prozessor ist ergo nicht tauschbar. Der Chip läuft mit fixen 3,6 GHz ohne Turbo und hält seinen Takt unter Last stabil. Ihm zur Seite stellt Apple immerhin 8 GByte RAM, was im Alltag ohne Foto- oder Videobearbeitung mehr als genug ist, der Mac Mini fühlte sich nie träge an. Der Arbeitsspeicher ist in Form zweier gesteckter 4-GByte-Module für Dualchannel verbaut, was die Geschwindigkeit steigert, aber das Nachrüsten etwas erschwert.

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Um an den RAM heranzukommen, müssen der Boden und die WLAN-Antenne entfernt werden. Es folgt die Demontage des Radiallüfters des Kühlers, dann noch zwei Schrauben auf der schwarzen Platine und wir können das Mainboard aus dem Gehäuse ziehen. Auch wenn der Vorgang ein paar ruhige Minuten, gutes Werkzeug und etwas Fingerspitzengefühl erfordert, ist das auch für weniger versierte Anwender machbar - iFixit hilft. Besonders toll finden wir die piekfeine Verarbeitung und filigrane Details wie eingeschobene Gummipuffer an den Halterungen der RAM-Bänke, welche diese vom Käfig isolieren, der wegen Interferenzen nötig ist.

  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Apples Mac Mini (Late 2018) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Den Golem-Wochenrückblick in 4K per Adobe Premiere als H.264-encodierte Datei zu exportieren, braucht 27:32 Minuten (Intel Quicksync) respektive 25:01 Minuten (Apple Metal). Bevor es aber überhaupt so weit ist, müssen wir das Video erst schneiden. Hier zeigt sich, dass die Timeline-Vorschau in 4K stark ruckelt und wir die Auflösung für halbwegs flüssiges Arbeiten auf 1/4 reduzieren müssen. Wenn Effekte wie Greenscreen-Keying verwendet werden, hilft auch das nicht. Angenehmer ist Finalcut Pro: Hier ist die 4K-Vorschau in voller Auflösung mit 'Bessere Qualität' ebenfalls ruckelig - mit 'Höhere Leistung' klappt es aber. Für Projekte mit wenigen Clips und Effekten reicht der Mac Mini zumindest, für mehr braucht es ein stärkeres System.

Im Mac Mini steckt nämlich keine dedizierte Grafikeinheit, sondern nur Intels UHD 630. Die ist langsamer als die HD 6000 des Macbook Air (2017) aber schneller als die UHD 617 des Macbook Air (2018). Für Spiele ist das zu wenig, wenngleich Half-Life 2 Lost Cost in 1080p mit knapp 40 fps läuft. Wer mehr GPU-Leistung benötigt, kann per Thunderbolt 3 aber eine eGPU-Box anschließen.

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Generell gibt es für 900 Euro diverse Systeme, die mehr leisten als der Mac Mini: Ein NUC8 alias Hades Canyon in der 65-Watt-Version mit Quadcore samt SMT und Vega-Grafik rendert die BWM27-Szene in 9 Minuten und exportiert den Wochenrückblick in gut 13 Minuten - doppelt so flott wie der Mac Mini. Mit 8 GByte RAM und einer 128-GByte-SSD (Samsung PM961) kostet der Hades Canyon etwa 850 Euro zuzüglich Windows-Lizenz. Die SSD ähnelt von der Geschwindigkeit her der von Apple: Die schafft hohe 2.570 MByte/s lesend, schreibt aber wegen der geringen Anzahl an Flash-Chips mit niedrigen 650 MByte/s.

  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
  • Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)
Apple Mac Mini [Late 2018], Intel NUC8i7HNK (Bild: Golem.de)

Weil die SSD nur 128 GByte hat und MacOS auch ein paar GByte braucht, ist das Laufwerk recht schnell voll. Günstige externe Festplatten mit USB-C oder teure externe SSDs mit Thunderbolt 3 gibt es in vielfältigen Ausführungen, wenngleich sich die ganzen Kabel nicht sonderlich hübsch ausnehmen. Verbauen wir 16 GByte RAM statt 8 GByte im Mac Mini, profitiert Adobe Premiere davon - das Exportieren geht per Metal mit 21:41 Minuten statt 25:07 Minuten schneller vonstatten. Schön: Selbst eine Mischbestückung aus Micron- und Samsung-Speicher mit DDR4-2133 statt DDR4-2666 akzeptierte der Mac Mini.

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 Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?Verfügbarkeit und Fazit 
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Geistesgegenwart 19. Dez 2018

Ich habe mein Macbook auch kürzlich nach 4 Jahren mal neu aufgesetzt weil ich den Akku...

Trollversteher 17. Dez 2018

Wo ist er denn "gefangen"? Hat Apple die Dual-Boot Fähigkeit etwa abgeschafft?

/mecki78 03. Dez 2018

Schaut man mal wo sich das Gerät so von der Leistung her einordnet https://browser...

plutoniumsulfat 29. Nov 2018

Monitore seh ich grade, die haben auch immer mehr Touch. Aber Computer sind mir da noch...

megaseppl 28. Nov 2018

Der jeweilige Markt heißt "PC", "Betriebssysteme", "Smartphones", "Browser" und nicht...



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