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Apple M2 und M2 Pro: Neues Macbook Pro ist mit kleinster SSD merklich langsamer

Wie schon beim Macbook Air M2 schneiden die neuen Geräte in der günstigsten Konfiguration schlechter ab. Das gilt auch für den Mac Mini .
/ Oliver Nickel
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Das Macbook Pro verwendet 512-GByte-Flash-Bausteine. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das Macbook Pro verwendet 512-GByte-Flash-Bausteine. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Bereits beim Macbook Air mit M2-Chip wurde bekannt , dass Kunden des günstigsten Modells mit 256-GByte-SSD auch eine langsamere maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeit in Kauf nehmen. Gleiches gilt nun auch für den Mac Mini mit M2-Chip und der kleinsten SSD mit 256 GByte. Das bestätigt das Magazin Macrumors(öffnet im neuen Fenster) in eigenen Benchmarks. Übrigens trifft das laut dem Magazin 9to5mac(öffnet im neuen Fenster) auch auf das Macbook Pro zu. Wenn es mit einer 512-GByte-SSD ausgestattet ist, werden nicht mehr die sehr guten Datenraten erreicht, die etwa Golem.de bei einem Macbook Pro 14 mit 4-TByte-SSD gemessen hat.

Der Grund: Apple verlötet auf dem Mainboard NAND-Flash-Bausteine von SK Hynix, die beim Mac Mini eine Mindestgröße von 256 GByte aufweisen. In der günstigsten Konfiguration für 700 Euro wird also nur ein einzelner Flash-Chip genutzt. Beim Mac Mini mit M1-Chip waren es dort zwei 128-GByte-Module. Entsprechend können Lese- und Schreib-Tasks auf dem neuen Modell nicht mehr so gut parallelisiert werden. Macrumors misst eine Transfergeschwindigkeit von etwa 1.500 MByte/s - sehr wenig für eine NVMe-SSD und etwa 30 bis 50 Prozent langsamer als die Vorgängerversion.

Fehlende Parallelisierung

Beim Macbook Pro 14 mit 512 GByte ist es ein ähnliches Problem. Im Test stellte Golem.de fest, dass Apple hier 512, statt 256 GByte große Flash-Module verbaut. In der kleinsten Konfiguration fehlt also auch hier die Möglichkeit zur Parallelisierung. Das Verhalten tritt bei der M2-Max-Variante des Macbook Pro übrigens nicht auf, da dieses in Minimalausstattung nur mit 1-TByte-SSD bestellt werden kann.

"Während Benchmarks der 256-GB-SSD im Vergleich zur vorherigen Generation einen Unterschied zeigen könnten, ist die Leistung dieser M2-basierten Systeme für Aktivitäten in der realen Welt noch schneller" , schrieb Apple bereits in einer Stellungnahme an The Verge, als erste Berichte der langsameren SSDs im Macbook Air M2 aufkamen. Das Unternehmen scheint aber keine wirklichen Argumente öffentlich zu kommunizieren, welche die Einschränkungen rechtfertigen. Möglicherweise werden mit den größeren Bausteinen Kosten eingespart.


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