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Apple knickt ein: Kartendienst Mapquest verweigert Umbenennung von Ontariosee

Nach Google hat auch Apple den Ontariosee in Lake America umbenannt. Mapquest profitiert hingegen von seiner Weigerung.
/ Friedhelm Greis
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Bei Mapquest lassen sich dem Ontariosee beliebige Namen geben. (Bild: Mapquest.com)
Bei Mapquest lassen sich dem Ontariosee beliebige Namen geben. Bild: Mapquest.com

Der US-amerikanische Kartendienst Mapquest verzeichnet nach eigenen Angaben einen ungewöhnlichen Anstieg seiner App-Downloads. Seit dem 27. August hätten Hunderttausende Nutzer die Mapquest-Apps heruntergeladen, die Nutzungsrate liege etwa 50-mal höher als üblich, teilte das Unternehmen am 31. August 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). Der Grund dafür ist demnach die Weigerung des Unternehmens, den Ontariosee nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump in Amerikasee (Lake America) umzubenennen.

Mapquest habe sich in diesem Fall genauso verhalten wie bei der Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika, sagte General Manager Doug Berger. Man wolle den Menschen eine App bieten, die die ihnen vertrauten Namen beibehält. "Hunderttausende Menschen haben uns an diesem Wochenende durch das Herunterladen unserer App signalisiert, dass wir damit richtig lagen", sagte Berger weiter. Zudem stellt Mapquest ein Tool bereit(öffnet im neuen Fenster), mit dem Nutzer dem See einen beliebigen Namen geben können.

Der Ontariosee gehört zu den fünf Großen Seen im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada. Weil sich der kanadische Premier Mark Carney geweigert hatte(öffnet im neuen Fenster), die Zollforderungen Trumps zu akzeptieren, nannte Trump den Ontariosee um. Der Kartendienst Google Maps setzte einen entsprechenden Erlass der US-Regierung bereits am 29. August 2026 um.

Apple zeigt neuen Namen an

Inzwischen folgte auch der Kartendienst von Apple in den USA diesem Schritt. Die Anzeige des Namens ist ebenso wie bei Google abhängig vom Nutzerstandort beziehungsweise der zugewiesenen IP-Adresse. In Deutschland wird weiterhin der Name Ontariosee angezeigt, in Kanada bleibt es bei Lake Ontario.

Der Name Ontariosee leitet sich laut Wikipedia(öffnet im neuen Fenster) wahrscheinlich vom irokesischen Wort "Kaniatarí:io" oder "Oniatarí:io" ab, was "See mit glänzendem Wasser" oder "schöner See" bedeutet. Der Name soll seit mindestens 1639 verwendet werden. Die kanadische Provinz Ontario mit der Millionenstadt Toronto ist nach dem See benannt.

Kanada lehnt die Umbenennung des Sees ab. Der Gouverneur der Provinz Ontario, Doug Ford, ließ am Seeufer umgehend ein Schild mit der Aufschrift aufstellen: "Ontariosee – Jetzt und immer".


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