Ein iPhone muss top sein

Ein iPhone-Modell, das kein Spitzen-Smartphone wäre, würde am Selbstverständnis rütteln, dass Apple das beste Smartphone am Markt herstellt. Das iPhone ist aus Apples Sicht das beste Smartphone und das einzige, das Nutzer benötigen. Mit einem zweiten, schwächeren Gerät wäre diese Annahme hinfällig und damit auch ein großer Teil vom Nimbus des iPhones.

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Diese Selbstsicht ist bezogen auf die SoCs durchaus gerechtfertigt: Apple stellt seit Jahren die mit Abstand leistungsfähigsten Chips her. Das muss natürlich nicht zwingenderweise bedeuten, dass es keinen Markt für leistungsschwächere und preiswertere neue iPhones gäbe.

Verkauf älterer iPhones läuft offenbar noch gut

Das aktuelle Verkaufsmodell ist ein weiterer Grund, warum Apple kein Mittelklasse-iPhone bringen will: Es läuft für Apple schlicht zu gut. Über Jahre hinweg bietet das Unternehmen seine älteren Geräte weiter an, die sich trotz neuen Geräten weiter gut verkaufen. Ohne zusätzliche Entwicklungs- und Produktionskosten deckt der Hersteller damit einen Quasi-Mittelklasse-Bereich ab. Apple tut dafür natürlich auch etwas, indem beispielsweise Updates für deutlich ältere Geräte angeboten werden, anders als es bei Android der Fall ist. Das aktuelle iOS 12 ist beispielsweise auch für das iPhone 5S verfügbar, das Modell aus dem Jahr 2013, das mit iOS 7 auf den Markt kam.

Ein Mittelklasse-iPhone könnte zudem den Markt für die teuren Top-iPhones kannibalisieren. Es bleibt abzuwarten, wie gut sich das 300 Euro günstigere iPhone Xr verkaufen wird; als Alternative für Modelle, die mindestens 1.150 Euro kosten, dürfte die Nachfrage nach dem Smartphone aber recht hoch sein. Ein noch günstigeres iPhone könnte für viele Nutzer sehr attraktiv sein und dazu führen, dass weniger Oberklasse-iPhones gekauft werden. Das bringt Apple möglicherweise weniger Profit, woran das Unternehmen natürlich kein Interesse hat. Die bisher verfügbaren älteren Modelle höhlen den Markt für die neuen iPhones scheinbar nicht aus, ansonsten würde Apple sie nicht weiter anbieten.

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Apple hat seit dem ersten iPhone ein recht spezielles Marktmodell geschaffen, das ohne explizites Mittelklasse-Modell auskommt und stattdessen auf ältere Hardware setzt. Ein neu entwickeltes Mittelklasse-Smartphone von Apple dürfte Wunschdenken bleiben: Solange das bisherige Geschäftsmodell läuft und Apple weiter Rekordumsätze verbucht, hat der Hersteller schlicht keinen Grund, an dem System etwas zu ändern.

Chinesische Konkurrenten machen Druck

Die Konkurrenz aus China ist Apple aber auf den Fersen - vielleicht führt deren Druck doch irgendwann einmal zu einem Umdenken. Apple wäre im Ernstfall sicherlich in der Lage, ein sehr gutes Mittelklasse-SoC für ein entsprechendes iPhone zu entwerfen und zu produzieren. Momentan bleibt iPhone-Nutzern ohne ein Budget von knapp 1.000 Euro aber nichts weiter übrig, als sich ein älteres neues oder gebrauchtes Gerät zu kaufen.

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 Apple: Kein Mittelklasse-iPhone ohne Mittelklasse-SoC
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andy01q 02. Nov 2018

Mh ja, das sind nachvollziehbare Gründe. Ich persönlich seh das trotzdem anders. NFC wäre...

lestard 01. Nov 2018

Einer der Gründe, warum iPhone-Käufer bereit sind, 1000¤ und mehr für ein Telefon...

nicoledos 30. Okt 2018

Als eigener Hersteller benötigt es keinen künstlich beschnittenen Mittelklasse-SoC. Der...

Anonymer Nutzer 30. Okt 2018

Ein Community-Projekt macht kostenlos das, wofür man eigentlich einen Hersteller mit...



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