Apple: iPhones sollen Depressionen und Demenz erkennen

Zusammen mit einer Universität und einem Pharmaunternehmen will Apple Algorithmen entwickeln, die Krankheiten anhand der iPhone-Nutzung erkennen.

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Apples iPhones könnten künftig bei der Diagnose bestimmter Krankheiten helfen.
Apples iPhones könnten künftig bei der Diagnose bestimmter Krankheiten helfen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apple will mithilfe seiner iPhones Krankheiten wie Depressionen oder frühe Phasen von Demenz und Alzheimer erkennen. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf Unterlagen zu den Studien, die Apple nicht veröffentlicht hat, sowie auf Personen, die mit den Projekten vertraut sind.

Demnach testet Apple aktuell zusammen mit der University of California in Los Angeles (UCLA) und dem Pharmahersteller Biogen, inwieweit sich die Sensoren und weitere Nutzungsmerkmale eines Smartphones für die Diagnose eignen. Auch die Apple Watch wird teilweise in den Studien verwendet.

Forscher der UCLA haben im Herbst 2020 begonnen, die Daten von 150 iPhone- sowie Watch-Nutzern auszuwerten. Noch im Jahr 2021 soll eine weitere Studie mit 3.000 Teilnehmern starten. Ausgewertet werden dabei Daten der Videokamera, der Tastatur sowie der Audiosensoren. Bei der Apple Watch kommen noch Bewegungsdaten hinzu, außerdem Körperwertmessungen und die Schlafaufzeichnungen.

Verschiedene Körpermerkmale sollen analysiert werden

Analysiert werden sollen Gesichtsbewegungen, die Sprache der Nutzer, die Schritte, der Schlafrhythmus sowie die Herz- und Atemraten. Auch die Art und Weise, wie schnell und fehlerfrei Nutzer tippen, könnte Rückschlüsse auf bestimmte Krankheitsbilder geben. Biogens Studienaufbau soll sich nicht groß von dem der UCLA unterscheiden.

Wie mit den Projekten vertraute Personen betonen, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar, ob die Forschungen zu einem Ergebnis führen. Ziel ist, anhand der Studien einen Algorithmus zu entwickeln, der Anzeichen auf Krankheiten wie Depressionen und beginnende Demenz erkennt und Nutzern entsprechend empfiehlt, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Ob dies am Ende möglich sein wird, ist noch unklar.

Die Privatsphäre der Nutzer soll gewährt werden, indem die Daten nur auf den iPhones selbst ausgewertet werden. Eine Übertragung auf Apples Server soll es nicht geben.

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