Apple: iPhones können Stimmen nach kurzem Training imitieren

Apple führt mehrere Funktionen für eingeschränkte Nutzer ein – unter anderem eine Imitation der eigenen Stimme für Personen, die die Sprachfähigkeit verlieren.

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Apple hat eine Reihe an Barrierefreiheitsfunktionen vorgestellt.
Apple hat eine Reihe an Barrierefreiheitsfunktionen vorgestellt. (Bild: Apple/Montage: Golem.de)

Apple hat eine Reihe an Funktionen vorgestellt, die Nutzern die Verwendung von iPhones, iPads und Macs erleichtern sollen. Die neuen Funktionen richten sich unter anderem an kognitiv eingeschränkte Personen, Nutzer mit nachlassender oder fehlender Sprachfähigkeit sowie an Nutzer, die schlecht oder gar nicht sehen können.

Apple-Nutzer ohne Sprachfähigkeit können künftig auf dem iPhone, iPad und Mac während Telefonaten und Facetime-Konferenzen Text eingeben, der dann vorgelesen wird. Für Anwender, die zwar aktuell noch sprechen können, diese Fähigkeit aber wahrscheinlich verlieren werden – etwa ALS-Patienten -, gibt es die neue Funktion Personal Voice.

Mit Personal Voice kann ein Apple-Gerät die Stimme der Nutzer lernen. Diese müssen im Rahmen eines Einrichtungsprozesses 15 Minuten lang Sätze vom Bildschirm ablesen; basierend auf diesen Sprachdaten wird dann ein Modell generiert, das Text in der Stimme der Nutzer vortragen kann, wenn diese nicht mehr selbst sprechen können.

Sprachmodell wird auf dem Gerät erstellt

Apple zufolge wird das Modell komplett auf dem Gerät selbst erstellt. Auch bei der Nutzung der Stimme sollen keine Daten das iPhone, iPad oder den Mac-Rechner verlassen – so sollen die Privatsphäre und der Datenschutz gewährleistet sein.

Kognitiv eingeschränkte Nutzer können ihre Apple-Geräte künftig in einem speziellen, vereinfachten Modus verwenden. Dieser reduziert nicht nur den Startbildschirm auf wesentliche Inhalte, sondern auch verschiedene System-Apps und Apple-Anwendungen. So zeigt die Galerie beispielsweise nur Fotos in großen Vorschaubildern an, auch die Telefon-App und Facetime erhalten vereinfachte Ansichten.

Nutzer mit Sehschwierigkeiten können den neuen Erkennungsmodus in der Lupenanwendung verwenden. Dieser erkennt unter Zuhilfenahme der Kamera Objekte wie etwa Tastenfelder und kann diese per Audiodeskription erklären. Zeigen Nutzer auf ein Feld, erkennt das System dieses und sagt an, worauf Anwender gerade zeigen.

Die neuen Funktionen sollen, zusammen mit weiteren, im Laufe des Jahres 2023 veröffentlicht werden. Denkbar ist, dass sie Teil des kommenden iOS 17 sein werden.

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