Apple: iPhone 5S mit Fingerabdrucksensor
Apples neues iPhone-Modell heißt 5S und sieht fast aus wie sein Vorgänger, der nun nicht mehr angeboten wird. Auflösung und Displaygröße haben sich gegenüber dem iPhone 5 nicht verändert. Mit dem neuen A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur soll das dafür angepasste iOS7 deutlich schneller laufen. Damit auch Apps etwas davon haben, müssen sie ebenfalls angepasst werden. Die Entwicklungsumgebung XCode hat Apple bereits darauf abgestimmt. Nach wie vor laufen auch 32-Bit-Apps auf dem Smartphone.

Der Grafikkern soll bis zu doppelt so schnell arbeiten wie der des Vorgängermodells und OpenGL ES 3.0 unterstützen, was unter anderem räumliche Unschärfe für realistischere Spieleindrücke berechnen kann. Apple zeigte zur Vorstellung des 5S das Spiel Infinite Blade III, das parallel zum iPhone 5S erscheinen soll.
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Etwas längere Akku-Standby-Zeit
Neben dem Hauptprozessor ist ein Koprozessor für die Auswertung von Sensordaten hinzugekommen, der von Apple M7 genannt wird. Er kann die Daten von Bewegungssensoren, Beschleunigungsmessern und dem Kompass kontinuierlich auswerten, ohne dass der Hauptprozessor benutzt werden muss. Das soll eine neue Generation von Fitness-Apps ermöglichen, die stromsparend arbeiten. Dazu wurde das Coremotion API erneuert.
Das iPhone 5S soll eine Akkulaufzeit von 10 Stunden beim Telefonieren im 3G-Netz erreichen, 10 Stunden WLAN-Surfen oder 40 Stunden Musikwiedergabe. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem iPhone 5, mit dem man bei aktiviertem UMTS 8 Stunden telefonieren konnte. Die Surfzeit im WLAN oder die Musikabspieldauer sind sogar gleich geblieben.
Die Standby-Zeit wird mit etwas mehr als 10 Tagen angegeben. Sie liegt damit über der des iPhone 5, das auf etwas mehr als 9 Tage kam.
Kauf mit Fingerabdrücken
Neben dem Prozessor ist die größte Neuerung des iPhone 5 jedoch das Kamerasystem. Apple hat ein Objektiv mit einer maximalen Blendenöffnung von f/2,2 eingebaut. Beim iPhone 5 war es ein Objektiv mit f/2,4. Die Sensorfläche wurde um 15 Prozent vergrößert. Statt die Fläche für mehr Pixeln zu verwenden, vergrößerte sie Apple auf 1,5 Mikrometer. Diese Maßnahme soll bessere Aufnahmen bei schlechtem Licht mit geringerem Rauschen und höherer Farbtreue ermöglichen.
Neue Kamera mit besserem Objektiv und Blitz
Auch der Autofokus soll schneller arbeiten als bisher – Apple gab sogar an, dass er einer DSLR in nichts nachstehe. Das Kameramodul nimmt gleich mehrere Fotos hintereinander bei einem Auslösevorgang auf und sucht selbstständig das schärfste heraus. Eine ähnliche Technik nutzt auch Nikon in seiner Systemkameraserie.

Das Kameralicht hat Apple ebenfalls verändert. Nun blitzen zwei LEDs mit unterschiedlicher Lichttemperatur auf und messen die Farbtemperatur der Aufnahme. So sollen sehr natürliche Blitzfotos entstehen. Auch eine Serienbildaufnahme mit 10 Fotos pro Sekunde ist eingebaut. Aus solchen Serien versucht ebenfalls ein Algorithmus, die besten zu finden, und stellt sie dem Anwender zur Auswahl. Panoramaaufnahmen aus mehreren zusammengesetzten Einzelbildern erreichen nun eine Auflösung von 28 Megapixeln.
Die Videofunktion hat Apple deutlich verbessert. Die Kamera nimmt Full-HD-Videos zwar nach wie vor mit 30 Bildern pro Sekunde auf, aber der Zeitlupenmodus mit einer Auflösung von 720p kann 120 Bilder pro Sekunde filmen.
Mit Fingerabdrücken einkaufen
Zum Absichern des iPhones verwendet Apple nun einen Fingerabdrucksensor im Homebutton, der mit einer Auflösung von 500 ppi arbeitet und nur 170 Mikrometer dünn ist. Ein Saphirglas schützt die Elektronik, ein Stahlring rund um den Homebutton ermöglicht die Erkennung des Fingers. Der Fingerabdruck kann auch als Ersatz für das iTunes-Passwort verwendet werden. So lassen sich mit einer Berührung Apps, Bücher, Musik und Videos einkaufen. Die Fingerabdruckdaten würden verschlüsselt im iPhone abgelegt und nicht übertragen, beteuert Apple.

Mit Zweijahresvertrag kostet das iPhone 5S(öffnet im neuen Fenster) mit 16 GByte rund 200 US-Dollar. Die Version mit 32 GByte wird für 300 US-Dollar angeboten und das Modell mit 64 GByte soll 400 US-Dollar kosten. In Deutschland wird es für 700 Euro (16 GByte), 800 Euro (32 GByte) und 900 Euro (64 GByte) angeboten. Eine abgespeckte Version des iPhone 4S mit 8 GByte soll für 399 Euro in den Handel kommen. Das 5S misst 123,8 x 58,6 x 7,6 mm und wiegt 112 Gramm.
Ab dem 20. September 2013 soll das iPhone 5S unter anderem in Deutschland, den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Japan und China erhältlich sein.
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