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Apple: iOS-27-Leak zeigt konkrete KI-Pläne für Siri-Umbau

Apple will wohl eine radikal neue Siri: Offenbar ist der Umbau zum Chatbot geplant, plus Systemsteuerung und zentrale Suche – tief integriert ins iPhone.
/ Peter Steinlechner
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iPhone 17 bei einer Präsentation von Apple im Herbst 2025 (Bild: Ming Yeung/Getty Images)
iPhone 17 bei einer Präsentation von Apple im Herbst 2025 Bild: Ming Yeung/Getty Images

Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) arbeitet Apple an einem der größten iOS-Updates der vergangenen Jahre. Die Informationen stammen von Mark Gurman, der bei Apple-Leaks als sehr zuverlässig gilt – offiziell bestätigt ist aber noch nichts.

Im Mittelpunkt von iOS 27 steht dem Bericht zufolge eine umfassend überarbeitete Siri. Statt eines klassischen Sprachassistenten soll sich die Funktion zu einem systemweiten KI-Agenten entwickeln.

Künftig sollen längere, dialogartige Interaktionen möglich sein, sowohl per Sprache als auch per Texteingabe. Damit würde Apple deutlich näher an Konzepte heranrücken, wie sie ChatGPT oder Google Gemini bereits etabliert haben.

Ein zentraler Baustein ist offenbar eine eigenständige Siri-App. Diese soll frühere Konversationen anzeigen, durchsuchbar machen und das Starten neuer Anfragen vereinfachen. Auch das Hochladen von Dokumenten oder Bildern zur Analyse ist vorgesehen.

Die Oberfläche erinnert laut dem Bericht bewusst an bekannte Chatbot-Interfaces mit Gesprächsverlauf und Vorschlägen für neue Eingaben. Darüber hinaus integriert Apple Siri deutlich tiefer ins System.

Siri, erkläre mir mal ...

Eine neue Ask-Siri-Funktion könnte in Apps erscheinen und kontextbezogen arbeiten. Markierte Inhalte lassen sich direkt an die KI übergeben, etwa um Zusammenfassungen zu erstellen, zusätzliche Informationen abzurufen oder Aktionen auszulösen.

Ergänzend wird derzeit bei Apple offenbar eine Art Geschrieben-mit-Siri-Option direkt über der Tastatur getestet, die Schreibfunktionen schneller zugänglich machen soll. Siri soll stärker auf persönliche Daten zugreifen können, etwa auf Nachrichten, Notizen oder E-Mails, um Anfragen präziser zu beantworten.

Gleichzeitig will Apple offenbar, dass die KI Aufgaben direkt innerhalb von Apps ausführen kann. Grundlage dafür sind erweiterte App-Intents sowie neue Modelle, die laut Bloomberg intern und teilweise in Kooperation mit Google Gemini entstehen.

Siri könnte in die Dynamic Island wandern

Auch die Suche wird umgebaut. Siri könnte langfristig die bisherige Spotlight-Funktion ersetzen und sowohl lokale Inhalte als auch Web-Ergebnisse in einer einheitlichen Oberfläche bündeln. Antworten sollen strukturierter ausfallen, inklusive Zusammenfassungen, Bildern und weiterführenden Informationen.

Optisch testet Apple mehrere Varianten, darunter eine Integration in die Dynamic Island sowie überarbeitete Overlays im sogenannten Liquid-Glass-Design. Welche Version es ins finale System schafft, ist noch offen.

Die neue Siri ist Teil eines größeren KI-Neustarts. Nach Verzögerungen und verhaltener Resonanz auf Apple Intelligence will Apple seine Strategie offenbar neu ausrichten. Die Vorstellung von iOS 27 wird zur gerade offiziell angekündigten WWDC im Juni 2026 erwartet, einzelne Funktionen könnten jedoch erst später folgen.


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