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Ein neues Kontrollzentrum erleichtert die Arbeit mit iOS.
Ein neues Kontrollzentrum erleichtert die Arbeit mit iOS. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

Mit iOS 11 verlieren wir noch einmal 40 Apps

Das Update auf iOS 11 ist recht groß. Unser Goldmaster-OTA braucht auf dem iPhone 5S etwas mehr als ein GByte im Download. Wer tatsächlich eines der hierzulande seltenen 16-GByte-Geräte hat (5S, 6 und iPod Touch), der muss ein wenig haushalten. Positiv anzumerken ist, dass wir mit iOS 11 rund 1 GByte auf einem unserer 64-GByte-Geräte zurückgewinnen können - womöglich eine positive Folge des Verzichts auf die 32-Bit-Kompatibilität.

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Wir nutzen als Vorsichtsmaßnahme zunächst unser Redundanztelefon 5S, auch wenn dadurch einige Apps zusätzlich verschwunden sind. Nicht alle der 22 verlorenen Apps auf dem iPhone 5S sind nämlich inkompatibel mit iOS 11. Darunter sind auch Apps. die mit dem Backup-Konzept von Apple nicht mehr gesichert werden konnten, bei einem normalen Upgrade-Weg, den wir später durchführen, aber gerettet werden könnten.

Dieses Mal können wir außerdem vor dem Vorgang herausfinden, welche Apps definitiv nachher nicht mehr nutzbar sein werden. Ein kurzer Blick in die Einstellungen unter Allgemein/Info/Apps reicht aus. Bei unserem iPhone SE sind von 220 Apps etwas mehr als 50 betroffen, bei unserer App-Store-bereinigten Kopie noch 37 von 198 Apps. Ein ordentlicher Batzen also.

Eine separate Warnung vor dem Update gibt es bei uns mit dem Goldmaster nicht. Wohl wird der Anwender aber beim Start betroffener Anwendungen schon seit langem gewarnt, dem Entwickler Bescheid zu geben, dass er seine App aktualisieren sollte. Manch ein Entwickler hat die App vermutlich als Resultat auf die Anfragen lieber gleich aus dem Store genommen, um den Support-Aufwand zu reduzieren.

Nach dem Update bleiben inkompatible Apps im System

Das Update selbst ist schmerzlos und dauert etwas über eine Stunde. Wie lange genau hängt erfahrungsgemäß auch von der Leistungsfähigkeit des Telefons ab und davon, wie voll der Speicher des Geräts ist. Auf den ersten Blick hat sich nach dem Update nicht viel geändert. Zudem ist beim Übergang zu iOS 11 auch kein offensichtlicher Verlust an Apps festzustellen. Im Gegenteil, wir finden sogar eine neue: den Dateimanager. Die inkompatiblen Apps finden sich ganz normal auf dem Bildschirm. Beim Starten gibt es aber einen Hinweis, der auf den Kompatibilitätsbereich in den Einstellungen verweist. Einen erfolgreichen Start gibt es nicht und dementsprechend kommt der Anwender unter iOS auch nicht an seine Daten.

Positiverweise lassen sich aber alle Daten weiterhin auf dem Rechner sichern. Nach dem Update haben wir gesondert noch einmal ein Backup erstellt. Dort entdecken wir die Daten der inkompatiblen Apps und könnten sie etwa mit iExplore extrahieren. Sie sind also nicht verloren und lassen sich dadurch noch auf Altgeräte per iTunes übertragen, auch wenn der Aufwand hoch sein dürfte - und natürlich nur, wenn die App noch im App Store oder lokal auf dem Rechner als Backup vorliegt.

Die Apps bleiben beim Update auf iOS 11 auf jeden Fall auf dem Gerät, auch wenn sie nicht funktionieren. Anwender können also hoffen, dass es ein Update geben wird. Leider fehlt uns ein leicht erkennbares Symbol an den Apps. Unter MacOS, OS X und MacOS X ist es üblich, nicht funktionierende Apps mit einem Durchstreichsymbol zu versehen. So lassen sich diese schnell in einen Ordner sortieren. Das schnelle Wegsortieren mehrerer Apps ist aber ohnehin nicht mehr vorgesehen: Die praktische Funktion, Apps am Rechner zu sortieren, wurde mit iTunes 12.7 gestrichen.

Im App Store finden sich übrigens unter iOS 11 keine inkompatiblen Apps mehr. Geodefense finden wir beispielsweise in iOS 10, aber nicht mehr im Nachfolger. Die App-Store-Seite lässt sich nur noch im Kompatibilitätsbereich öffnen und dann findet sich dort auch ein klarer Inkompatibilitätshinweis, der weiter unter iOS 10 fehlt und zu 32-Bit-Fehlkäufen führen kann.

Es geht viel verloren

Schade an der ganzen Sache ist, dass Apple ausgerechnet die Nutzer ärgert, die dem iPhone und iPad zum Erfolg verholfen haben. Ein Jahrzehnt Nutzerloyalität straft Apple gnadenlos ab, indem es planmäßig 25 Prozent unserer Apps entsorgt. Wie wird es dann erst App-Sammlern ergehen?

Dabei wäre der Verlust gar nicht so schlimm, wenn Apple die Werkzeuge zur Rettung nicht auch alle abgeschafft hätte und sich darauf beschränken würde, die Apps unter iOS 11 einfach nicht zugänglich zu lassen. Doch effektiv werden auch iOS-10-Nutzer geärgert. Der Konzern zeigt seinen loyalsten Kunden die kalte Schulter. Das iOS-Backupsystem war und ist, trotz neuer Einschränkungen, einer der Vorteile der iOS-Plattform. Mittlerweile sind deutliche Lücken nicht nur vorhanden, sondern konzeptionell sogar vorgesehen. Den Begriff Backup dürfte Apple eigentlich nicht mehr nutzen.

Aber das betrifft Neukunden in der Regel nicht oder nur minimal. Statt des App-Ärgers gibt es für sie viel Positives zu berichten.

 Verluste trotz Vorsichtsmaßnahmen vor dem UpdateDie beste Änderung in iOS 11: das neue Kontrollzentrum 

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ArcherV 26. Sep 2017

Natürlich kann man den Drucker auch noch benutzen. Hat man keine Billiggurke gibt's...

DY 26. Sep 2017

auch unter 32 Bit möglich gewesen wären. Apple kappt halt gerne Zöpfe damit ein Upgrade...

Cohaagen 25. Sep 2017

Seit iPhone 1 dabei und seitdem nur 77 Apps liebgewonnen? ;) Spaß beiseite, auf meinem...

Trollversteher 25. Sep 2017

Schließ ihn einfach nochmal an, und versuche ihn so zu verwenden, wie Du heutzutage...

budweiser 25. Sep 2017

Die 165 halte ich für wenig glaubhaft. Aber auch wenn, ist es ja kein Problem, einfach...



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