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Apple Intelligence: Nutzer sollen KI-Modelle frei wählen können

Apple plant Berichten zufolge eine Öffnung von iOS 27 für externe KI-Anbieter. Nutzer könnten dann eigene Sprachmodelle wählen.
/ Nils Matthiesen
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Apple plant freie KI-Wahl. (Bild: TIMOTHY A. CLARY/AFP via Getty Images)
Apple plant freie KI-Wahl. Bild: TIMOTHY A. CLARY/AFP via Getty Images

Apple bereitet eine Erweiterung seiner KI-Strategie vor. Wie Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Mark Gurman berichtet, plant der Konzern, Nutzern künftig die Wahl zwischen verschiedenen KI-Modellen von Drittanbietern zu ermöglichen. Diese Funktion ist für die Betriebssystemversionen iOS 27, iPadOS 27 und MacOS 27 vorgesehen.

Schnittstelle über den App Store

Technisch basiert die Integration auf einer neuen Erweiterungsschnittstelle, die unternehmensintern Extensions heißt. KI-Anbieter, die ihre Anwendungen über den App Store bereitstellen, können diese Schnittstelle nutzen, um ihre generativen Funktionen systemweit zur Verfügung zu stellen. In Testversionen der Software findet sich ein Hinweis, wonach Extensions den Zugriff auf generative KI-Kapazitäten aus installierten Apps auf Abruf ermöglichen.

Die Einbindung soll bestehende Funktionen von Apple Intelligence ergänzen. Dazu zählen der Sprachassistent Siri, die Schreibwerkzeuge sowie die Bildgenerierung im Image Playground. Bisher verarbeitet Apple KI-Anfragen lokal auf dem Gerät oder leitet sie an fest integrierte Partner wie OpenAI weiter. Die Plattform ChatGPT übernimmt bereits spezifische generative Aufgaben.

Strategiewechsel nach Verzögerungen

Die geplante Öffnung deutet auf eine veränderte strategische Ausrichtung hin. Anstatt ein eigenes Modell zu entwickeln, das in direkter Konkurrenz zu marktführenden Chatbots steht, will Apple den Anwendern Flexibilität bieten. Dies ist ein ungewöhnlicher Schritt für das Unternehmen, das seine Systeme üblicherweise geschlossen hält. Bereits im März gab es Berichte, wonach Apple eine Auswahlmöglichkeit für verschiedene KI-Modelle innerhalb seines geplanten Chatbot-Dienstes prüft.

Branchenkenner werten diesen Schritt als Versuch, nach mehreren Verzögerungen und Fehlstarts in der Entwicklung eigener KI-Technologien den Anschluss an die aktuelle Marktdebatte zu finden. Apple lagert die technologische Basis damit teilweise aus, anstatt die gesamte Entwicklungstiefe selbst abzudecken. Durch die Unterstützung externer Modelle kann das Unternehmen aktuelle generative Werkzeuge anbieten, ohne die grundlegenden Foundation-Modelle vollständig in Eigenregie zu entwerfen. Ob namhafte KI-Unternehmen das Programm unterstützen, ist derzeit noch unklar.


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