Apple:Homekit will nicht in jedes Smart Home einziehen
Nach einem Medienbericht sollen nur von Apple zertifizierte Bridges bei seiner Heimautomatisierungslösung Homekit die Kommunikation mit bestehenden Systemen erlauben. Es ist fraglich, ob die Hersteller das mitmachen und sich Apple durch dieses restriktive Vorgehen nicht selbst beschränkt.
Die ersten Homekit-Geräte werden im Frühjahr 2015 erwartet.Bild:
Apple
Bereits vorhandene Heimautomatisierungslösungen können mit Homekit nicht unbedingt angesprochen werden, wie ein Bericht von 9to5Mac(öffnet im neuen Fenster) zeigt. Als Apple zusammen mit iOS 8 im Frühjahr sein sprachgesteuertes Smart-Home-System Homekit vorstellte, waren sich zwar viele Beobachter sicher, dass Apple nicht selbst Hardware auf den Markt bringen will, die Heizungen regelt, Jalousien bewegt oder Licht erzeugt. Das hat sich als richtig erwiesen, neu ist aber, dass bestehende Systeme nicht ohne weiteres kompatibel sein werden.
Die Kompatibilität zu bestehenden Lösungen wird von Apple durch recht restriktive Vorgaben eingeschränkt. So müssen die Bridges, die die Kommunikation vom WLAN oder LAN zur Smart-Home-Technik realisieren, von Apple im Rahmen des Zubehörprogramms MFI (Made for iPhone) zertifiziert werden.
Zwar will Apple dem Bericht zufolge Systeme mit ZigBee- oder Z-Wave-Funkprotokoll unterstützen, doch wenn ein System mit WLAN arbeitet, darf es die Bridge nicht verwenden. Dann verlangt Apple, dass das iPhone oder iPad über Homekit selbst per WLAN die Verbindung aufnimmt.
Bild 1/64: Das neue iOS 8 (Screenshot: Golem.de)
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Bild 57/64: Swift: eine neue Programmiersprache für iOS (Screenshot: Golem.de)
Bild 58/64: Swift: eine neue Programmiersprache für iOS (Screenshot: Golem.de)
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Bild 64/64: Apples iOS 8 wird ab Herbst 2014 für den Endkonsumenten erhältlich sein. (Screenshot: Golem.de)
Bei einigen Bluetooth-Produkten ist Apple weniger streng und erlaubt die Benutzung der Bridge – allerdings gilt das nur für Sensoren und nicht etwa für Geräte, die direkt angesteuert werden können wie zum Beispiel Bluetooth-Leuchtmittel.
Im Grunde ist Homekit damit nur für diejenigen interessant, die noch keine eigene Smart-Home-Lösung besitzen oder auf ZigBee beziehungsweise Z-Wave gesetzt haben. Beliebte Hausautomationssysteme wie Homematic werden davon profitieren, sofern sich die Hersteller nicht dem Zertifizierungsprozess von Apple unterwerfen und deren Funklösungen integriert werden. Kabelgebundene Systeme wie KNX(öffnet im neuen Fenster) oder EIB(öffnet im neuen Fenster) bleiben vermutlich ganz außen vor.
Die ersten Homekit-Geräte werden im Frühjahr 2015 erwartet.