Apple: Hinweise für das kommende Verschwinden von iTunes

Soll iTunes verschwinden? Aktuelle Aktivitäten von Apple deuten stark darauf hin, dass der Schritt kurz bevorsteht. Selbst iTunes-Links wurden schon über Redirects angepasst.

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Apples iTunes stammt noch aus einer Zeit, als andere Programme iLife definierten.
Apples iTunes stammt noch aus einer Zeit, als andere Programme iLife definierten. (Bild: Justin Sullivan / Getty Images North America)

Apple lässt offenbar iTunes verschwinden, wie Macrumors berichtet. So wurde auf Apples Social-Media-Seiten für den Musikplayer sämtlicher Inhalt in den vergangenen Tagen gelöscht. Offenbar werden auch iTunes-Links gerade umgebaut. Auch diese funktionieren nicht mehr wie früher. Stattdessen gibt es beispielsweise Redirects von itunes.apple.com auf music.apple.com.

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Gerüchte über das Verschwinden von iTunes - eine der ältesten Softwarekomponenten von MacOS - kursieren schon länger, zumal iTunes mittlerweile eine ziemlich aufgeblähte Software ist. Dank mehrerer inkonsistenter Redesigns und dem Ausbau zu einem Shopsystem ist die Software immer umfangreicher geworden.

Apple hat versucht, iTunes etwas zu entschlacken und den App Store aus dem Programm entfernt. Der Versuch sorgte im Sptember 2017 mit iTunes 12.7 allerdings für Stirnrunzeln, denn das Unternehmen hat wichtige Funktionen von iTunes zur Verwaltung von iOS-Geräten schlicht ersatzlos gestrichen. Unternehmenskunden sollten eigentlich auf den Apple Configurator wechseln. Doch für Endanwender, die etwas mehr Kontrolle über ihre iOS-Geräte haben wollten, war das kein gangbarer Weg. Zumal die iTunes-Software dadurch nicht schneller wurde.

Apple veröffentlichte deswegen im Oktober 2017 iTunes 12.6.3, das den App Store und die App-Verwaltung zurückbrachte. Diese ist für bestimmte Geschäftskunden gedacht, funktioniert aber wie die alte Version auch bei Endanwendern. Fortan wurden mit iTunes 12.6 und 12.7 zwei Entwicklungslinien weitergeführt. iTunes 12.6 wurde zuletzt im Januar 2019 auf 12.6.5 aktualisiert.

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Angesichts der am heutigen 3. Juni in San Jose (Kalifornien) beginnenden Entwickler-Konferenz von Apple ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass für Mac- und iOS-Anwender eine große Neuerung bevorsteht, die unabhängig von einer Betriebssystemveröffentlichung umgesetzt wird. Den Gerüchten zufolge wird das gesamte iTunes-System in seine Bestandteile zerlegt und diese werden dann als Einzel-Programme neu eingepflegt. Interessant wird diesbezüglich, ob Apple auch ein leicht bedienbares iOS-Verwaltungswerkzeug veröffentlichen wird, dem iTunes 12.7 fehlt.

Vorsichtige Anwender sollten sicherheitshalber die alten iTunes-Versionen zusätzlich sichern oder alternativ neu herunterladen. Ein Backup versteht sich sowieso.

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