Apple: Herrenlose Airtags melden sich erst zu Hause
Mit Apples neuem Tracker Airtag lassen sich verlorene Dinge wiederfinden – auch, wenn sie nicht in der näheren Umgebung sind. Dafür sorgen Hinweise anderer Apple-Nutzer, die einen Tracker aufspüren und die ungefähre Position in eine Cloud laden. Die Airtags können daher auch als Diebstahlschutz verwendet werden – diese Funktion kollidiert aber mit den Anti-Stalking-Maßnahmen, die Apple getroffen hat.
Wie der Youtuber Dave2D feststellte(öffnet im neuen Fenster), werden Personen, die einen nicht ihnen gehörenden Airtag mit sich tragen, erst zu Hause über diesen informiert. Dave2D vermutet, dass Apple dafür auf die Liste der wichtigen Orte zugreift, die in den Datenschutzeinstellungen eines iPhones hinterlegt sind.
Das bedeutet zwar, dass unbemerkt verfolgte iPhone-Nutzer erst dann von einem möglichen Verfolgungsversuch erfahren, wenn sie zu Hause angekommen sind. Gleichzeitig lassen sich aber Dinge wie Fahrräder in gewissem Rahmen durch die Airtags absichern, weil Diebe mit iPhones nicht sofort über ein nicht ihnen gehörendes Airtag informiert werden.
Falsche Alarme werden verhindert
Ein weiteres Problem umgeht Apple mit der Lösung ebenfalls: Falsche Alarme werden reduziert beziehungsweise ausgeschlossen. Würden fremde Airtags sofort Alarm schlagen, würden etwa in der U-Bahn iPhone-Nutzer andauernd alarmiert – wenn sich zum Beispiel in einem Rucksack neben ihnen ein Airtag befindet, der dem Rucksackbesitzer gehört.
Apple bewirbt die Airtags lediglich als Mittel, eigene Dinge wiederzufinden. Als Anti-Diebstahl- oder Anti-Stalking-Schutz werden die Tracker nicht aktiv angepriesen. Auch das Zubehör, farbige Anhängerhüllen, dient nicht dazu, einen Airtag unauffällig als Diebstahlsicherung irgendwo anzubringen.
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