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Apple GPT: Apple will Zeitungsarchive für KI-Training lizenzieren

Apple führt angeblich Gespräche mit großen Nachrichtenverlagen über die Lizenzierung ihrer Archive, um seine KI zu trainieren. Dafür will Apple viel Geld investieren.
/ Andreas Donath
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Apples KI soll Zeitungsartikel zum Trainieren nutzen (Bild: KI-generiert von Midjourney/ Golem.de)
Apples KI soll Zeitungsartikel zum Trainieren nutzen Bild: KI-generiert von Midjourney/ Golem.de

Apple will angeblich ein eigenes Large Language Model (LLM) entwickeln und benötigt dafür Trainingsinhalte. Das berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) . Damit die Qualität stimmt und die Urheberrechte gewahrt bleiben, will Apple mit Verlegern mehrjährige Verträge im Gesamtwert von mindestens 50 Millionen Dollar aushandeln, um auf ihre Nachrichtenarchive zuzugreifen. Das Ziel wäre es, große Mengen echter Nachrichteninhalte zu nutzen, um Apples KI-Modelle zu trainieren und zu verbessern.

Zu den Verlegern, die Apple kontaktiert hat, gehören bekannte Namen wie Condé Nast, NBC News und IAC/InterActiveCorp. Es wird jedoch behauptet, dass einige Verleger dem Vorschlag bisher skeptisch gegenüberstehen.

Wenn die Lizenzvereinbarungen erfolgreich sind, könnte Apple Zugang zu den Archiven von populären Publikationen wie Vogue, The New Yorker, The Daily Beast und People erhalten.

Im Vergleich zu Konkurrenten wie Google und Microsoft hat sich Apple in Sachen KI bisher eher zurückgehalten. Die Lizenzierung von Verlagsinhalten könnte jedoch auf verstärkte Investitionen in diesem Bereich hindeuten.

Apples KI-Ambitionen

Es wird gemunkelt, dass Apple über einen internen KI-Chatbot namens Apple GPT verfügt, der ChatGPT ähnelt. Das Unternehmen hat außerdem KI zur Verbesserung der Autokorrektur in iOS 17 eingeführt. Weitere, fortschrittlichere KI-Funktionen könnten folgen.

Die Lizenzierung von Nachrichtenarchiven könnte es Apple ermöglichen, generative KI-Modelle auf realen Daten zu trainieren. Dies könnte zu intelligenteren und natürlicheren KI-Konversationen führen und ein Problem von vornherein angehen, dass andere LLMs durchaus haben: Die Quelle der Trainingsinhalte sind oft das Ergebnis von Crawlern, die wie Suchmaschinen Inhalte von Websites einlesen, ohne für die Weiterverwendung eine Lizenz zu haben. Wenn Apple indes garantieren kann, dass sein LLM nur urheberrechtlich einwandfreie Inhalte enthält, könnte dies ein großes Plus sein.

Apple folgt damit dem Beispiel anderer KI-Player. OpenAI hat bereits Vereinbarungen mit Associated Press und Axel Springer unterzeichnet, um deren Nachrichteninhalte für KI-Trainingszwecke zu nutzen.


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