• IT-Karriere:
  • Services:

Apple: Ex-Mitarbeiter beklagt schlechte Arbeitsbedingungen

Ein früherer Apple-Mitarbeiter hat einen Blick hinter die Kulissen des iPhone-Herstellers gewährt. Er berichtet von schlechten Arbeitsbedingungen und gibt diese als Grund für seine Kündigung an.

Artikel veröffentlicht am ,
Früherer Apple-Mitarbeiter erlaubt Blick hinter die Kulissen.
Früherer Apple-Mitarbeiter erlaubt Blick hinter die Kulissen. (Bild: John Moore/Getty Images)

Lange Arbeitstage mit vielen unnötigen Besprechungen, fehlende Team-Arbeit, Rassismus und fehlender Respekt für Freizeit. So schildert ein früherer Mitarbeiter den Arbeitsalltag bei Apple in seinem eigenen Blog. Ben Farrell hat kürzlich nach zwei Jahren bei Apple aufgehört. Er war dort im Service-Bereich des Unternehmens tätig. Während sich Apple nach außen gerne als angenehmes Unternehmen gibt, sieht die Realität demnach ganz anders aus.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. Dataport, verschiedene Standorte

Farrell schildert Arbeitstage mit 16 Stunden, von denen viele aus seiner Sicht mit überflüssigen Besprechungen gefüllt sind. Er beklagt, dass er dadurch von seiner eigentlichen Arbeit abgehalten worden sei. In den Besprechungen hätten sich immer wieder mangelnde Team-Arbeit und egoistisches Arbeitsverhalten gezeigt.

Mangelnder Respekt vor dem Privatleben der Angestellten

Er beklagt, dass Apple das Privatleben der Angestellten nicht respektieren würde. Weder Krankheit noch Unfälle oder Hochzeiten würden Apple davon abhalten, die Mitarbeiter zum Arbeiten zu zwingen. Farrell beklagt etwa, dass er einen negativen Eintrag in seiner Personalakte für eine verpasste Geschäftsreise erhalten habe, weil seine schwangere Frau einen Unfall hatte und ins Krankenhaus musste, und er sie nicht allein lassen wollte.

Als er kürzlich wegen einer Krankheit kurzzeitig selbst ins Krankenhaus musste, bekam er von Apple keine Genesungswünsche, sondern Arbeit ins Krankenbett geschickt. Per E-Mail habe er eine Präsentation gesendet bekommen, die er ganz dringend vervollständigen sollte. Selbst am Morgen seiner Hochzeit sei er telefonisch und per E-Mail belästigt worden - so seine Worte. Er sollte einen Bericht an Apple schicken, den ein anderer Mitarbeiter verloren habe.

Schlechtes Management

Zudem beklagt sich Farrell über ein inkonsistentes, launisches und fahriges Management bei Apple. Er habe oftmals aggressive Chat-Nachrichten zu allen möglichen Zeiten erhalten. Zudem sei er immer wieder von lästigen Nachfragen belästigt worden. Im Chat sei er alle 15 Minuten gefragt worden, ob er online sei, weil sein Status auf abwesend gesetzt sei. Auch von unhöflichen Nachrichten auf seiner Mailbox weiß er zu berichten, wenn er mal eine Minute zu spät zu einer Besprechung kam. Zudem musste er sich dann rassistische Äußerungen anhören mit dem Hinweis, dass er aus Australien stamme.

Als er die Geschehnisse einem Vorgesetzten mitteilte, bekam er ordentlich Gegenwind. Ihm wurde gedroht, dass er diese Anschuldigungen bloß nicht wiederholen solle, ansonsten würde ein Gespräch darüber ganz anders ablaufen. Ihm wurde vorgeworfen, er würde dem Druck im Unternehmen nur nicht standhalten. Er selbst betrachtet den Arbeitsdruck bei Apple als nicht sonderlich hoch und verweist auf höheren Druck in seinen Berufsjahren als Polizist in Australien.

Die geschilderten Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen. Ihr Wahrheitsgehalt lässt sich nicht ohne Weiteres prüfen. Farrell hat bereits viele Reaktionen erhalten, in denen ihm vorgeworfen wird, er habe den Blog-Eintrag aus Boshaftigkeit, Verbitterung oder Rachsucht geschrieben. Dem widerspricht er auf seiner Facebook-Seite vehement und betont abermals, dass er auf die Diskrepanz hinweisen wolle. Denn Apple gebe sich nach außen als ein Unternehmen, das das Zusammenleben der Menschen mit Technik verbessern und die Welt insgesamt zu einem besseren Ort machen wolle. Dieses Credo werde aber intern nicht beachtet, vielmehr würden diese Werte ausgedünnt und verfälscht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-20%) 11,99€
  2. 4,32€
  3. 26,99€
  4. (-53%) 13,99€

Captain 11. Apr 2015

Ihm wurde mangelde Disziplin unterstellt, weil er privaten Belangen im Notfall Vorrang...

Captain 11. Apr 2015

Das ist schlichtweg unmöglich, aber wenn solche Fakten auf den Tisch kommen, sollte man...

Peter Brülls 11. Apr 2015

Das gilt doch schon lange nicht mehr in Zeiten, in denen Arbeitgeberwechsel als normal...


Folgen Sie uns
       


Google Stadia - Test

Beim Test haben wir verschiedene Spiele auf Stadia von Google ausprobiert und uns mit der Einrichtung und dem Zugang beschäftigt.

Google Stadia - Test Video aufrufen
Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Schräges von der CES 2020: Die Connected-Kartoffel
Schräges von der CES 2020
Die Connected-Kartoffel

CES 2020 Wer geglaubt hat, er hätte schon alles gesehen, musste sich auch dieses Jahr auf der CES eines Besseren belehren lassen. Wir haben uns die Zukunft der Kartoffel angesehen: Sie ist smart.
Ein Bericht von Martin Wolf

  1. Smart Lock Netatmo und Yale zeigen smarte Türschlösser
  2. Eracing Simulator im Hands on Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen
  3. Zu lange Ladezeiten Ford setzt auf Hybridantrieb bei autonomen Taxis

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

    •  /