Apple: EU will Shazam-Übernahme prüfen

Im Dezember 2017 kündigte Apple an, den Musikerkennungsdienst Shazam zu übernehmen. Nun untersucht die EU-Kommission, ob damit der Wettbewerb unter den Musikstreamingdiensten gefährdet und Verbraucher benachteiligt werden können.

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Shazam auf dem Smartphone
Shazam auf dem Smartphone (Bild: Shazam)

Apples Plan, den Musikerkennungsdienst Shazam zu übernehmen, stößt in der Europäischen Union auf Skepsis. Im Februar 2018 gingen bei der Europäischen Kommission Anträge von Österreich, Frankreich, Island, Italien, Norwegen, Spanien und Schweden ein, das Vorhaben nach dem europäischen Fusionsgesetz zu prüfen. Womöglich ist durch die Übernahme der Wettbewerb bei Musikdiensten gefährdet, heißt es.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte dazu: "Die Art und Weise, wie Menschen Musik hören, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt - immer mehr Europäer nutzen Musikstreamingdienste. Durch unsere Untersuchungen möchten wir sicherstellen, dass Musikliebhaber auch weiterhin ein attraktives Angebot an Musikstreamingdiensten nutzen können und ihre Auswahlmöglichkeiten aufgrund dieses geplanten Zusammenschlusses nicht eingeschränkt werden."

Dabei geht es um die Möglichkeit in der Shazam-App, das erkannte Musikstück auf Spotify und Apple Music sowie anderen Diensten anzuhören beziehungsweise zu kaufen. Dies könnte Apple ändern und nur noch auf das eigene Angebot verweisen. Das aus Schweden stammende Spotify, dessen Name in der Pressemitteilung der EU-Kommission nicht explizit genannt wird, könnte ins Hintertreffen geraten. Die EU-Kommission muss nun bis Anfang September 2018 hinsichtlich der Shazam-Übernahme einen Beschluss fassen.

In Deutschland verwenden laut ARD/ZDF-Onlinestudie nur drei Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren wöchentlich Musikerkennungsdienste.

Shazam verfügt über eigenständige Apps für Android, iOS, die Apple Watch und MacOS und ist in Siri ab iOS 8 integriert. Was Apple genau mit Shazam vorhat und was die Übernahme für die anderen Plattformen bedeutet, ist bisher nicht bekannt. Die finanziellen Details der Übernahme wurden ebenfalls nicht mitgeteilt. Nach Informationen der Financial Times soll der Preis bei 400 Millionen US-Dollar gelegen haben.

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