Apple: Entwicklerlob für 3D-Schnittstelle Metal

John Carmack und andere Entwickler äußern sich positiv über die neue 3D-Schnittstelle Metal, die Apple auf dem WWDC 2014 vorgestellt hat. Vereinzelte Kritik gibt es an der Verwendung von Objective-C.

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Craig Federighi von Apple auf der WWDC 2014
Craig Federighi von Apple auf der WWDC 2014 (Bild: Justin Sullivan / Getty Image News)

Tim Sweeney von Epic Games war selbst auf der Bühne und hat die neue 3D-Schnittstelle Metal auf dem WWDC 2014 mit vorgestellt. Metal laufe "sehr viel effizienter" und ermögliche die genauere Darstellung von Details, "so dass es uns Entwicklern möglich ist, eine ganz neue Generation von lebendigen und interaktiven Erlebniswelten zu schaffen", sagte Sweeney.

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Dass Sweeney auf der Bühne die neue API - die auf mobilen Endgeräten von Apple an die Stelle von OpenGL ES treten soll - lobt, ist selbstverständlich. Aber auch andere Entwickler äußern sich überwiegend positiv. "Wir sind ziemlich glücklich damit", schreibt etwa Jonathan Blow (Braid) auf Twitter, der allerdings zugibt, dass er selbst noch nicht mit Metal arbeiten konnte.

Kritik gibt es vereinzelt daran, dass Metal auf Objective-C setzt. Vor allem John Carmack schreibt auf Twitter, es sei eine "Schande", dass Metal die Programmiersprache verwende - ansonsten aber lobt er sie nach einer ersten Durchsicht der bislang verfügbaren Dokumentation.

Das vom Apple-Manager Craig Federighi vorgestellte Metal soll ähnlich wie Mantle von AMD oder das von Microsoft angekündigte DirectX-12 deutlich dichter auf die Hardware aufsetzen und durch den Verzicht von Middleware und sonstigem Overhead effizienter laufen als OpenGL ES.

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Mit den Laufzeitumgebungen Frostbite, Cryengine, Unreal Engine und Unity unterstützen alle wichtigen Engines die neue Schnittstelle. Metal unterstützt GPGPU-Berechnungen, optimiertes Multithreading und bietet vorkompilierte Shader.

Auf der WWDC 2014 zeigte Tim Sweeney eine Grafikdemo namens Zen Garden, in der unter anderem ein Gartenteich mit hunderten von Fischen und ein Garten mit hunderten von Schmetterlingen zu sehen waren. Besonders imposant: Ein Busch mit über 5.000 Blüten, die beim Darübergleiten per Touch-Steuerung sanft und sehr schön animiert zu Boden fielen. Zen Garden soll bei der Veröffentlichung von iOS 8 kostenlos im App Store erhältlich sein.

Electronic Arts zeigte eine auf der Frostbite-Engine basierende Demo des Multiplayer-Actionspiels Plants vs Zombies: Garden Warfare, bei der auf einem iPad angeblich rund 1,3 Millionen Dreiecke zu sehen waren. Besonders imposant waren einige der Effekte, etwa die Tiefenschärfe - in der Form ist das auf mobilen Endgeräten derzeit noch nicht zu sehen.

Apple selbst hebt in einer Übersicht vor allem drei Vorteile von Metal hervor: An erster Stelle stehe der geringe Overhead bei der Grafik, aber auch bei sonstigen Berechnungen. An zweiter Stelle betont das Unternehmen den optimierten Umgang mit Buffern und Texturen, und drittens die integrierte Unterstützung für Grafik- und Compute-Operationen - bei beiden kämen die gleichen Dateistrukturen und Ressourcen zum Einsatz.

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