• IT-Karriere:
  • Services:

Apple: Deutsche Behörden erhalten kaum Auskunft zu Nutzeranfragen

Nach Microsoft und Google hat nun auch Apple einen Bericht zu Behördenabfragen vorgelegt. Die meisten Auskünfte wollen demnach US-Ermittler. Deutsche Behörden gehen meistens leer aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple erhält weltweit die meisten Behördenanfragen zu seinen Geräten.
Apple erhält weltweit die meisten Behördenanfragen zu seinen Geräten. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Apple hat erstmals Zahlen über Behördenanfragen zu Nutzerdaten genannt. Aus dem am Dienstag veröffentlichten Transparenzbericht geht hervor, dass im ersten Halbjahr 2013 aus den USA mehr Anfragen kamen als aus den übrigen 30 Ländern zusammen. Die deutschen Behörden wollten demnach in 93 Fällen Daten zu Nutzeraccounts erfahren. Allerdings rückte Apple nur in fünf Fällen Daten heraus.

Stellenmarkt
  1. Brüninghoff GmbH & Co. KG, Heiden
  2. RWE Supply & Trading GmbH, Essen, London, Swindon (Großbritannien)

Nach Angaben Apples enthält der Bericht alle Daten, die aus rechtlichen Gründen veröffentlicht werden dürfen. Das Unternehmen will sich jedoch für eine größere Transparenz einsetzen. Vor dem Hintergrund des NSA-Skandals räumte Apple ebenso wie zuvor Microsoft ein, weiterhin keine detaillierten Angaben zu den Anfragen von Geheimdiensten machen zu dürfen. Der Bericht enthalte daher keine Zahlen zu den Durchsuchungsbeschlüssen, für die beispielsweise eine Billigung durch das sogenannte Fisa-Gericht vorliegen müsse.

Apple will wegen dieses Maulkorberlasses aber nicht juristisch gegen die US-Regierung vorgehen, sondern sich mit Gesprächen und Lobbyarbeit für mehr Transparenz einsetzen. Zudem will es in verschiedenen Gerichtsverfahren beratend zur Seite stehen. In einem Seitenhieb auf andere Unternehmen versicherte Apple, sein Geschäftsmodell basiere nicht auf dem Sammeln von Daten. "Wir haben kein Interesse daran, massenhaft persönliche Daten unserer Nutzer zu sammeln", heißt es in dem Bericht. "Wir schützen private Konversationen durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit iMessage und Facetime. Wir speichern keine Aufenthaltsdaten, Karten- oder Siri-Anfragen in irgendeiner identifizierbaren Form."

Meist Anfragen zu kriminellen Delikten

Dem Bericht zufolge lag die addierte Zahl der Durchsuchungsbefehle von "normalen" Behörden und Geheimdiensten in den USA zwischen 1.000 und 2.000, während die übrigen 30 Länder zusammen auf 719 kamen. Deutschland lag mit der Zahl von 93 Anfragen an vierter Stelle hinter den USA, Großbritannien (127) und Spanien (102). Allerdings war der Anteil der Fälle, in denen Nutzerdaten herausgegeben wurden, in fast allen Ländern höher als in Deutschland. Laut Apple geht es bei den Anfragen meist um Kriminaldelikte wie Raubüberfälle oder es werde von Ermittlern nach Personen im Zusammenhang mit Vermisstenfällen, Entführungen oder Suizidprävention gesucht. Meist gehe es um persönliche Daten wie Namen und Adresse eines Account-Inhabers, in seltenen Fällen um die Herausgabe von abgespeicherten Fotos oder E-Mails.

In einer weiteren Statistik gibt Apple auch die Zahl der Anfragen an, die bestimmte Geräte betreffen. Hierbei handele es sich meist um Fälle, in denen Nutzer die Polizei um Hilfe bei der Suche nach einem gestohlenen iPhone oder einem anderen Gerät bitte. Aus Deutschland kamen im ersten Halbjahr 2013 dazu 2.156 Anfragen, die in 86 Prozent der Fälle beantwortet werden konnten. In den 41 genannten Ländern gab es zusammen 12.442 Anfragen, davon mit 3.542 die meisten in den USA.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 96,51€

zZz 06. Nov 2013

Der eigentliche Kniff dabei ist doch, dass Apple sich im rechtlichen Rahmen sehr wohl...


Folgen Sie uns
       


Ryzen 7 Mobile 4700U im Test: Der bessere Ultrabook-i7
Ryzen 7 Mobile 4700U im Test
Der bessere Ultrabook-i7

Wir testen AMDs Ryzen-Renoir mit 10 bis 35 Watt sowie mit DDR4-3200 und LPDDR4X-4266. Die Benchmark-Resultate sind beeindruckend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 4000G (Renoir) AMD bringt achtkernige Desktop-APUs mit Grafikeinheit
  2. AMD Ryzen Threadripper Pro unterstützen 2 TByte RAM
  3. Ryzen 3000XT im Test Schneller dank Xtra Transistoren

Sysadmin Day 2020: Du kannst doch Computer ...
Sysadmin Day 2020
Du kannst doch Computer ...

Das mit den Computern könne er vergessen, sagte ihm das Arbeitsamt nach dem Schulabschluss. Am Ende wurde Michael Fischer aber doch noch Sysadmin, zur allerbesten Sysadmin-Zeit.
Ein Porträt von Boris Mayer


    Campus Networks: Wenn das 5G-Netz nicht jeden reinlässt
    Campus Networks
    Wenn das 5G-Netz nicht jeden reinlässt

    Über private 4G- und 5G-Netze gibt es meist nur Buzzwords. Wir wollten von einer Telekom-Expertin wissen, was die Campusnetze wirklich können und was noch nicht.
    Von Achim Sawall

    1. Funkstrahlung Bürgermeister in Oberbayern greifen 5G der Telekom an
    2. IRT Öffentlich-rechtlicher Rundfunk schließt Forschungszentrum
    3. Deutsche Telekom 5G im UMTS-Spektrum für die Hälfte der Bevölkerung

      •  /