Apple: Coronawelle in China bedroht iPhone-Produktion

Experten für Lieferketten in China haben vor einer monatelangen Störung der iPhone-Produktion in China gewarnt. Grund sind die vielfältigen Coronaausbrüche im Land, die seit der Abkehr von der No-Covid-Strategie um sich greifen.
Wie die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (FT) schreibt, soll Apple seit Oktober 2022 unter Ausfällen in einer großen iPhone-Fabrik in Zhengzhou leiden, die von Foxconn betrieben wird. Foxconn hat einige der Produktionskapazitäten in andere Fabriken verlagert, um die Ausfälle zu kompensieren.
Apple selbst soll mit Zulieferern versuchen, die Wartezeiten für iPhones zu verkürzen – oder zumindest kurz zu halten. Laut der FT beträgt die Wartezeit für ein iPhone in den USA aktuell um die 23 Tage.
Manche iPhone-Modelle sind schwerer zu bekommen als andere
In Deutschland sind bestimmte Modelle wie das iPhone 14 allerdings deutlich schneller zu bekommen und können teilweise direkt in einem Apple Store abgeholt werden. Beim iPhone 14 Pro hingegen kann die Wartezeit auch hierzulande über zwei Wochen betragen.
Experten fürchten, dass in China in den kommenden Monaten noch mehr Arbeiten in Apples iPhone-Fabriken durch Corona ausfallen könnten. Dies dürfte dann nicht nur die Fabriken betreffen, sondern auch Lagerhäuser, die Logistik und den Transport. Apple selbst warnte bereits Anfang November 2022 vor signifikanten Störungen der gesamten Lieferkette vor den Weihnachtsfeiertagen.
Der FT zufolge rechnen Experten mit sinkenden Einnahmen im aktuellen Quartal. Demnach sollen Apples Einkünfte unter die 123,9 Milliarden US-Dollar des gleichen Quartals im Vorjahr fallen. Der Gewinn könnte um acht Prozent sinken – was die erste Gewinnreduzierung nach 14 Quartalen steigender Gewinne wäre.