Apple: Carekit als Baukasten für eigene Health-Apps

Apple hat mit Carekit eine Open-Source-Programmierumgebung vorgestellt, mit der Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und Unternehmen eigene Gesundheits-Apps entwickeln können.

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Apple Carekit  soll als Open-Source-Framework im April 2016 veröffentlicht werden.
Apple Carekit soll als Open-Source-Framework im April 2016 veröffentlicht werden. (Bild: Apple)

Apple Carekit ist eine Programmierumgebung, die es ermöglicht, Health-Apps für iOS zu entwickeln. Die Software erinnert an das Research Kit, das Apple vor einem Jahr vorstellte. Mit Research Kit lassen sich medizinische Tests erstellen und auswerten, während Carekit den Fokus auf die Betreuung von Patienten legt.

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Apple will damit Patienten die Möglichkeit geben, ihren Gesundheitszustand aktiv zu verwalten. Sie können den Überblick über Behandlungspläne wahren sowie ihre Krankheitssymptome und die Wirksamkeit ihrer Medikation überwachen. Wer will, kann diese Informationen mit Ärzten, Krankenschwestern oder Familienmitgliedern teilen.

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Apple CareKit (Bild: Apple)

Apples Chief Operating Officer (COO) Jeff Williams zeigte bei Apples Frühjahrsevent mehrere Beispiele solcher Apps. Williams, der erst im Dezember 2015 auf die Position des COO kam, war unter anderem für die Einführung der Apple Watch verantwortlich und wird neben seiner neuen Aufgabe weiter die Wearables-Sparte führen. Daran ist erkennbar, wie wichtig dieses Segment für Apple ist.

Patienten sollen aktivere Rolle übernehmen

Sage Bionetworks und die Universität Rochester entwickelten mit Carekit eine App für Parkinson-Patienten, mit der die Wirksamkeit von Medikamenten und Übungen überwacht werden soll. Das Texas Medical Center entwickelte eine App, mit der Patienten nach einem chirurgischen Eingriff ihre Beweglichkeit mit Hilfe des Beschleunigungssensors im iPhone messen können. Das Beth Israel Deaconess Medical Center will Menschen mit chronischen Erkrankungen helfen, wobei Daten von Telemonitoring-Geräten ausgewertet werden.

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Carekit soll als Open-Source-Framework im April 2016 veröffentlicht werden. Zum Start soll es vier Module umfassen. Mit Care Card können Nutzer die Einnahme von Medikamenten oder das Ausführen von physiotherapeutischen Übungen dokumentieren. Das Modul Symptom und Measurement Tracker soll es den Nutzern erleichtern, ein Krankheitstagebuch zu führen. Dabei können auch Fotos aufgenommen oder die Sensoren des iPhones genutzt werden.

Das Modul Insight Dashboard arbeitet mit der Care Card zusammen und erlaubt, Symptome und Medikamenteneinnahmen oder Übungen miteinander zu vergleichen. So sollen Anhaltspunkte gefunden werden, ob und wie Patienten auf Behandlungen ansprechen. Das Modul Connect erlaubt die Weitergabe der Daten an Ärzte, Pflegeteams und Familienmitglieder.

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