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Apple A17 Pro: Neue GPU mit Raytracing ist fit für AAA-Titel

Die Grafikeinheit wurde grundlegend überarbeitet. Apple spricht von Performance auf Konsolen-Niveau. Ganz neu sind die Features allerdings nicht unbedingt.
/ Martin Böckmann
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Hardware-Raytracing auf dem A17-Pro soll eine neue Klasse an Mobile-Games möglich machen. (Bild: Apple/Youtube)
Hardware-Raytracing auf dem A17-Pro soll eine neue Klasse an Mobile-Games möglich machen. Bild: Apple/Youtube

Apple hat gestern im Rahmen der Vorstellung des iPhone 15 Pro(öffnet im neuen Fenster) auch ein neues SoC (System-on-chip) vorgestellt, den A17 Pro. Auf der CPU-Seite gibt es rund 10 Prozent mehr Performance, was unter anderem durch verbesserte Sprungvorhersage und breitere Dekoder und Ausführungseinheiten möglich wird. Stärker weiterentwickelt wurde die Grafikeinheit, sie wird schneller und bekommt neue Funktionen.

Die GPU im Apple A17 wird hardwarebeschleunigtes Raytracing unterstützen. Außerdem sollen sie aus sechs Kernen bestehen und 20 Prozent schneller arbeiten als die GPU im A16 Bionic. Die Shader-Architektur soll komplett neu sein und Mesh Shading unterstützen. Verglichen mit Software-Raytracing auf dem Apple A16 Bionic soll dies rund viermal schneller sein, was allerdings wenig überraschend ist. Offiziell unterstützte der A16 kein Raytracing.

Komplett neu ist Raytracing auf mobilen GPUs allerdings nicht. Arm hat bereits mit der Ankündigung der v9-Architektur auch die Mali- und Immortalis-GPUs mit der Gen5-Architektur vorgestellt, die beide ebenfalls Raytracing beherrschen, erstere allerdings nur optional.

Raytracing ist nicht nur hübsch, es kann auch einfacher sein

Neben besserer Beleuchtung und Reflexionen in Spielen kann sich durch Raytracing auch der Entwicklungsaufwand für Spiele reduzieren. Statt Schatten und Spiegelungen einzeln platzieren und nachjustieren zu müssen, kann die Berechnung anhand der Objekte und Lichtquellen automatisch erfolgen.

Wie auch bei Desktop-GPUs wird mit Metal-FX auch KI-Upscaling unterstützt, wobei sowohl die GPU als auch die laut Apple jetzt rund doppelt so schnelle Neural Engine involviert sind. Dabei werden Bilder in einer niedrigeren Auflösung berechnet, was weniger Rechenleistung erfordert. Mit KI-Unterstützung werden sie dann auf die Display-Auflösung hochskaliert, was effizienter ist, als direkt mit voller Auflösung zu rechnen.

Mit der Kombination aus Raytracing, hoher GPU Performance und Features wie Metal-FX und variabler Bildwiederholrate soll das iPhone 15 Pro erstmals auch Spiele unterstützen, die bisher die Performance einer Konsole oder eines Desktop-PCs benötigten. Das Resident Evil IV Remake, Resident Evil Village und Assassins Creed Mirage sollen die ersten Titel dieser Art auf dem iPhone werden. Ubisoft will im Jahr 2024 außerdem The Division: Resurgence für iPhone 15 Pro releasen.


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