Apple A11 Bionic: iPhone-Chip nutzt eigene GPU und Deep Learning

Apple hat den A11 Bionic vorgestellt, das neue System-on-a-Chip steckt im iPhone 8 (Plus) und im iPhone X. Das SoC unterscheidet sich deutlich vom A10 Fusion des iPhone 7 (Plus), da Apple alle großen Funktionsblöcke überarbeitet und neue hinzugefügt hat. Vor allem die eigene Grafikeinheit überrascht.






Der A11 Bionic verwendet keine reguläre GPU von Imagination Technologies mehr, sondern eine von Apple selbst mit Hilfe einer Architektur-Lizenz entworfene. Der Hersteller hatte im Frühling 2017 angekündigt, künftig keine PowerVR-Grafikeinheiten des britischen GPU-Entwicklers mehr zu verwenden. Die Grafikeinheit nutzt drei Kerne – eventuell sind Cluster mit Rechenwerken gemeint – und soll 30 Prozent schneller rechnen als die GPU im A10 Fusion. Bei gleicher Geschwindigkeit soll sie nur die Hälfte an Energie benötigen.

Um die Grafikeinheit zu unterstützen, verbaut Apple sechs statt vier CPU-Kerne. Beim A10 Fusion sind es zwei schnelle Hurricane- und zwei effiziente Zephyr-Cores, die von iOS aber als Zweikerner gesehen werden. Es kann immer nur einer der beiden Dualcore-Blöcke rechnen. Bei A11 Bionic laufen die beiden Monsoon- und die vier Mistral-Cores auf Wunsch parallel. Die Multithreading-Leistung soll sich um 70 Prozent steigen, wobei alleine die zwei Monsoon- verglichen mit den beiden Hurricane-Kernen um 25 Prozent zulegen.
Mit im System-on-a-Chip steckt obendrein eine Neural-Engine für Machine Learning. Die Dualcore-Recheneinheit schafft 600 Giga-Ops mit unbekannter Präzision und wird für Face-ID verwendet. Das SoC besteht insgesamt aus 4,3 Milliarden Transistoren und wird höchstwahrscheinlich in einem 10-nm-FinFet-Verfahren bei der TSMC produziert. Beim A10 Fusion sind es 3,3 Milliarden Transistoren mit der 16FF+ genannten Fertigung von TSMC.



