App-Update: Vanmoof entfernt illegale Tuning-Funktion bei E-Bikes

Der niederländische E-Bike-Hersteller Vanmoof ermöglicht es in seiner App nicht mehr, die Tretunterstützung für seine Fahrräder auf 32 km/h zu aktivieren. Dieser sogenannte US-Modus war bis vor kurzem in der App, mit der das Fahrrad konfiguriert wird, enthalten.
Mit der Umschaltung wurden die Fahrräder automatisch zu sogenannten S-Pedelecs, für die eine Versicherung abgeschlossen und ein Kennzeichen montiert werden muss. Auch ein Helm ist dann Pflicht. Wer ohne Versicherung fährt, begeht eine Straftat(öffnet im neuen Fenster) und steht im Fall eines Unfalls womöglich vor dem finanziellen Ruin, da Schäden durch S-Pedelecs nicht über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt sind.
Zudem muss der Fahrer eines S-Pedelecs einen gültigen Führerschein der Klasse AM besitzen. Dieser ist im Pkw-Führerschein inkludiert und kann auch separat erworben werden. Das Fahren ohne Führerschein(öffnet im neuen Fenster) ist ebenfalls ein Straftatbestand. Auch diverse weitere Vorschriften(öffnet im neuen Fenster) sind einzuhalten.
Die Polizei kennt die Funktion der Vanmoof-Modelle und legte in der Vergangenheit die Räder auch still. Die genaueren Umstände erklärte Golem.de in einem ausführlichen Artikel .

Vanmoof passte nun die iOS-(öffnet im neuen Fenster) und Android-Apps(öffnet im neuen Fenster) so an, dass die Umschaltung auf die zu weit gehende Tretunterstützung nicht mehr möglich ist. Ein Update wird empfohlen, denn der Polizei kommt es nicht darauf an, ob der Modus aktiviert ist, sondern ob er aktiviert werden kann.
In den Release Notes schreibt der Hersteller: "In dieser Version haben wir die Geschwindigkeitsbegrenzungseinstellungen vereinfacht, indem wir die Möglichkeit, zwischen den Regionen zu wechseln, gestrichen haben. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Fahrer die lokalen Bestimmungen einhalten."



