Abo
  • Services:

Apple ATS: Fristverlängerung zur Einführung sicherer App-Kommunikation

Mit iOS 9 und OS X 10.11 hat Apple bereits ein festgelegten Weg für die sichere Kommunikation eingeführt. Dieser sollte eigentlich zum Jahreswechsel Pflicht werden. Apple verschiebt die Frist aber, da die Entwickler App Transport Security kaum umsetzen, trotz vieler Ausnahmen im System.

Artikel veröffentlicht am ,
Apples App Stores werden auch weiterhin Apps ohne ATS akzeptieren.
Apples App Stores werden auch weiterhin Apps ohne ATS akzeptieren. (Bild: Golem.de)

Die obligatorische Umsetzung von App Transport Security (ATS) zum Jahreswechsel 2016/2017 entfällt erstmal. In einer knappen Entwickler-Mitteilung hat Apple die Pflicht zur Nutzung für Entwickler auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich hätte Apple ab 2017 in seinen App Stores für MacOS und OS X sowie iOS nur noch App-Einreichungen freigegeben, die ATS unterstützen.

Stellenmarkt
  1. Ultratronik GmbH, Gilching bei München
  2. McFIT GMBH, Berlin

Apple will den Entwicklern mehr Zeit zur Vorbereitung geben. Wann ATS Pflicht wird, sagt Apple erst einmal nicht und will eine neue Frist erst später nennen. ATS wurde bereits mit iOS 9 und OS X eingeführt, also vor etwas mehr als einem Jahr. Mit ATS wird verhindert, dass beispielsweise in offenen WLAN-Systemen der Netzwerkverkehr von weiteren Teilnehmern abgehört wird. Dass ATS keine Pflicht zum Jahreswechsel wird, bedeutet aber nicht, dass alle Apps unsichere Kommunikation durchführen. Sichere Kommunikation ist zumindest bei nahmhaften Entwicklern die Regel. Es sind eher kleinere Projekte, die damit auffallen, ihre Kommunikationskanäle nicht abzusichern, mitunter auch, weil die Daten als nicht schützenswert eingestuft werden.

Entwickler müssten sich für ATS Gedanken machen

Mit ATS schließt Apple allerdings eine Lücke. Dadurch, dass Entwickler gezwungen werden, ATS in ihre Apps zu integrieren und sich damit zu beschäftigen, müssen die Entwickler sich die Netzwerksituation genauer ansehen und bewusst damit umgehen. Sie haben keine Wahl mehr, was der Absicherung der Anwender zugutekommt. Nicht betroffen davon sind natürlich Anwendungen, die außerhalb von Apples Infrastruktur verteilt werden.

Die Entwickler kommen allerdings offenbar nicht mit. ATS soll erst bei 5 Prozent der wichtigen iOS-Apps umgesetzt worden sein, so Appthority in einer Studie. Es handelt sich allerdings um eine mit Vorsicht zu genießende Stichprobe und sie muss im Kontext anderer Zahlen gesehen werden, die Appthority ebenfalls angibt. So verwenden 45 Prozent der für Unternehmen relevanten getesteten 200 Apps eine per HTTPS abgesicherte Kommunikation. Das ist deutlich mehr als bei Android. Dort soll der Anteil nur bei 20 Prozent liegen. Appthority stellt zudem klar, dass einige Apps ATS derzeit gar nicht umsetzen können, da die Apps auf ungesicherte Infrastruktur zugreifen, was manchmal nur ein Zugriff auf Analyse-Dienste sein kann. ATS hat für solche Fälle allerdings Ausnahmen. Einige Entwickler entscheiden sich trotzdem dazu, ATS explizit abzuschalten, was vermutlich einfacher ist, als die Netzwerk-Situation im Detail zu analysieren. Ausnahmen müssen begründet werden. Es gibt aber auch globale Ausnahmen, wie etwa die Anzeige von Webinhalten per WKWebview innerhalb einer App, denn nicht jede Webseite bietet eine sichere Verbindung.

Einen Überblick zu ATS und den Ausnahmen bietet Apple in einer frei verfügbaren WWDC-2016-Session.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

picaschaf 26. Dez 2016

Danke für die Aufklärung! Unsere Anwendungen sind größtenteils nicht im AppStore, deshalb...

as (Golem.de) 24. Dez 2016

Hallo, Das ist im Kontext zur Dachzeile. Untere Titelzeile ist etwas gefährlich, das lie...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Test

Das Mate 20 Pro ist Huaweis neues Topsmartphone. Es kommt wieder mit einer Dreifachkamera, die um ein Superweitwinkelobjektiv ergänzt wurde. Im Test gefällt uns das gut, allerdings ist die Kamera weniger scharf als die des P20 Pro.

Huawei Mate 20 Pro - Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs
Mobile-Games-Auslese
Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs

Fantasy-Fanservice mit dem gelungenen Reigns - Game of Thrones, Musikpuzzles in Eloh und Gehirnjogging in Euclidean Skies: Die neuen Mobile Games für iOS und Android bieten Spaß für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Gaming Microsoft Research stellt Gamepads für das Smartphone vor
  2. Mobile-Games-Auslese Bezahlbare Drachen und dicke Bären
  3. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs

Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
Dell Ultrasharp 49 im Test
Pervers und luxuriös

Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
Ein Test von Michael Wieczorek

  1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
  2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
  3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

    •  /