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My Video Game Collection: sinnvolle Verknüpfung mit IGDM

Auch bei My Video Game Collection ist der Name Programm. Bevor mit dem Katalogisieren begonnen wird, legt man in der nur für Android(öffnet im neuen Fenster) verfügbaren App eines oder mehrere persönliche virtuelle Regale an, beispielsweise für PC-Spiele, Spiele aus den 90ern oder Hits aus Japan. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Anschließend können beliebige Titel über eine Onlinesuche auf Basis der Datenbank IGDB(öffnet im neuen Fenster) oder durch Scannen des Barcodes auf der Verpackung der eigenen Sammlung hinzugefügt werden.

In der Praxis klappte Letzteres in neun von zehn Fällen sehr gut. Den Strichcode der PAL-Fassung von Super Mario Galaxy 2 erkannte die App jedoch nicht, anders als CLZ Games.

Beim Katalogisieren fiel zudem auf, dass die App zwar das Keyart samt Logo des Spiels einblendet, jedoch nicht den Packshot für das entsprechende System, wie es bei Retro Game Collector und CLZ Games vorbildlich der Fall ist. Grund dafür ist die IGDB-Datenbank, die diese Packshot-Daten nicht führt.

Einmal erfasste Titel können auch hier mit weiteren Informationen versehen werden, darunter eine Bewertung auf der bekannten Fünferskala, persönliche Notizen, Angaben zum Spielstatus sowie ein farblich codiertes Label mit eigener Bezeichnung (zum Beispiel 16-Bit Sci-Fi).

Wer seine Spiele häufig an Freunde und Familienmitglieder verleiht, wird sich zudem über die Eingabemaske Leihstatus freuen. Darin kann man angeben, an wen etwas verliehen wurde und bis wann der- oder diejenige es zurückgeben soll. Sehr gut!

Der Hauptmenüpunkt Erkunden, der zufällige Titel für eine oder alle Plattformen anzeigt, wirkt indes etwas halbgar. Eigentlich ist es eine gute Idee, um neue Entdeckungen zu machen. Leider greift das Feature aber nur für aktuelle Plattformen, also Nintendo Switch, PS4, PS5, Xbox One (was Xbox Series X/S einschließt) sowie PC.

Ein Stöbern in der kompletten Spielesammlung für SNES, N64, PS2, Dreamcast, Neo Geo und Co. (wie in Retro Game Collector) ist also nicht möglich. Deutlich störender ist allerdings die Tatsache, dass die App keine ungefähren Preise einblendet. Sie kommt für Flohmarkt- und Ebay-Profis daher kaum infrage.

Positiv ist, dass Nutzer, die sich kostenlos online registriert haben, ihre Datenbank mit Freunden teilen können. Alles in allem ist es eine solide App, aber mit viel Luft nach oben für Verbesserungen. Insbesondere Preisinformationen würden das Gesamtpaket aufwerten. Wer mal reinschnuppern möchte, kann bis zu 50 Spiele kostenlos katalogisieren. Danach werden für ein Jahresabo faire 5 Euro fällig.


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