App Store: Viele iPhone-Apps sind teurer geworden
Die von Apple verordnete Preiserhöhung im deutschen App Store zeigt Wirkung. Viele Apps für iPhone und iPad sind teurer geworden. Die aktuelle Preiserhöhung zeigt: Nur ein Teil der Anbieter macht davon Gebrauch, den Preis unabhängig von Apple festzusetzen.
Die angekündigte Preiserhöhung im deutschen App Store ist umgesetzt. Viele iPhone- und iPad-Apps sind teurer geworden. Standardmäßig sind kostenpflichtige Apps bestimmten Preiskategorien zugeordnet. Wenn Apple dann eine allgemeine Preiserhöhung ausspricht, steigen die Preise der betreffenden Apps automatisch. Dieser Automatismus wird nur dann umgangen, wenn der Anbieter einer App selbst einen Preis unabhängig vom Apple-Preisgefüge bestimmt.
Wie sich nach der aktuellen Preiserhöhung zeigt, nutzt nur ein Teil der App-Anbieter die Möglichkeiten, selbst Preise festzulegen. Im App Store finden sich jetzt viele Apps mit einem digitalen Preisschild von 1,09 Euro, die es zuvor für 99 Cent gegeben hat. In der nächsten Preisgruppe gibt es eine Erhöhung von 1,99 Euro auf 2,29 Euro. Der bisherige App-Preis von 2,99 Euro liegt bei 3,49 Euro und auch die vierte Gruppe ist 50 Cent teurer geworden - solche Apps kosten künftig 4,49 Euro. Das gilt auch noch für die nächste Kategorie, die jetzt bei 5,49 Euro liegt.
Preiserhöhung auch für In-App-Käufe
Von der Preiserhöhung sind auch alle In-App-Käufe betroffen. Lediglich laufende Abonnements mit automatischer Verlängerung werden von der Preiserhöhung ausgenommen. Das Provisionsmodell bleibt unverändert. Entwickler bekommen 70 Prozent des Nettoverkaufspreises einer App, Apple erhält 30 Prozent. Bei Abonnements sind Entwickler im Vorteil. Ab dem zweiten Jahr sinkt Apples Anteil auf 15 Prozent.
Die Preiserhöhung gilt in allen App Stores der Länder der Euro-Zone sowie in Dänemark und Mexiko. Als Grund für die Preiserhöhung nennt Apple gesunkene Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar. In den vergangenen fünf Jahren wurden die Preise im App Store dreimal erhöht. Eine App-Store-Preiserhöhung gab es Anfang 2015, davor wurden die Preise im Jahr 2012 erhöht. Auf der Apple-Webseite gibt es ein PDF-Dokument über die neuen App-Store-Preise.
Apples Kürzungen bei den Provisionen für Affiliate-Links
In dieser Woche hat Apple zudem neue Regeln für das Affiliate-Programm des App Stores verkündet und kürzt damit die Provisionen. Statt bisher 7 Prozent gibt es künftig nur noch eine Provision von 2,5 Prozent des Preises einer App. Affiliate-Links sind direkte Links auf eine Anwendung, in der eine spezielle Bezugsnummer eingebunden ist. Für jeden Kauf, der über diesen Link erfolgt, erhält der Bereitsteller eine kleine Provision. Das Konzept ist besonders bei Webseiten beliebt, die App-Bewertungen und -Vorschläge bereitstellen, und dort Teil der Finanzierung. Für Betreiber zahlreicher Internetseiten dürfte das ein spürbarer Einschnitt sein.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed









Und die App-Entwickler bekommen nach Golem-Vorstellung bei Währungsschwankungen anstatt...
Wieso? Die Entwickler können doch selbst entscheiden wie viel ihre App kostet. Zitat...
Und was hat es damit zu tun, dass es Apple nichts angeht, was Unternehmen für ihre Apps...
Das sollte definitiv explizit erwähnt werden, da die App-Preise bzw. IAP-Preise...