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App-Store-Streit: Apple ist über Spotifys öffentliche Attacke verärgert

Der Streit zwischen Apple und Spotify geht weiter: Apple zeigt sich verärgert, dass Spotify den Konflikt in der Öffentlichkeit austrägt. Spotify möchte Apple nicht an den eigenen Einnahmen beteiligen und wirft dem Konzern einen Missbrauch seiner Martkmacht vor. Das streitet Apple ab.

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Der Streit zwischen Spotify und Apple geht weiter.
Der Streit zwischen Spotify und Apple geht weiter. (Bild: Ben A. Pruchnie/Getty Images For Advertising Week)

Apple hat auf die Vorwürfe von Spotify reagiert und weist alle erhobenen Anschuldigungen zurück. In einem Recode und Buzzfeed vorliegenden Schreiben von Apples Rechtsanwalt Bruce Sewell verteidigt das Unternehmen sein Vorgehen. Spotify hatte Apple vorgeworfen, Updates für die Spotify-App für die iOS-Plattform seit Wochen zurückgehalten zu haben und damit konkurrierende Musikstreamingdienste zu behindern. Apple betreibt einen eigenen Musikstreamingdienst und ist damit ein direkter Konkurrent zu Spotify.

Apples Sicht der Dinge

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Nach Apples Angaben ist bisher Folgendes passiert: Spotify hatte am 26. Mai 2016 ein Update seiner App zur Prüfung vorgelegt. Mit dem Update habe Spotify die Möglichkeit deaktiviert, ein Spotify-Abo aus der App heraus zu buchen. Wenn Spotify-Nutzer die Premium-Funktionen buchen wollen, würden sie um die Nennung der betreffenden E-Mail-Adresse gebeten. Dann würde Spotify die Kunden anschreiben und informieren, wie sie das Abo abschließen können.

Apple habe Spotify dann darauf hingewiesen, dass damit gegen den Punkt 3.1.1 der App-Store-Richtlinien verstoßen werde und das Update so nicht freigeschaltet werden könne. Die Richtlinie sieht vor, dass jede in einer App enthaltene Bezahlfunktion über den App Store laufen muss und Apple einen Teil der Einnahmen einbehält. Am 10. Juni 2016 sei dann von Spotify ein weiteres Update eingereicht worden, das allerdings laut Apple weiterhin bei Buchung des Abos nach der E-Mail-Adresse des Kunden frage und keine Buchung über den App Store gestatte.

Apple: Wir fördern Wettbewerb

Apple hält es für eine unfaire Vorzugsbehandlung, wenn Spotify erlaubt werde, gegen die Richtlinien im App Store verstoßen zu dürfen. "Unsere Richtlinien unterstützen Wettbewerb und behindern ihn nicht", schreibt Apples Anwalt. Es habe nie einen Einfluss auf Apples Entscheidungen gegeben, auch wenn das Unternehmen selbst in Konkurrenz zu anderen Musik-Streaming-Anbietern steht. Es ist nicht bekannt, ob Apple sich selbst ebenfalls einen Anteil von jedem in der iOS-App gebuchten Apple-Music-Abo abzwackt.

Google erlaubt Ausnahmen

Googles Play Store zeigt, dass speziell dieser Fall auch anders gelöst werden kann: Googles Play-Store-Richlinien sehen ebenfalls vor, dass eigentlich alle Käufe innerhalb einer App über den Play Store abgewickelt werden müssen und Google einen Anteil der Einnahmen behält. Für den Kauf digitaler Musik oder Filme gibt es hingegen eine Ausnahme, wenn die Inhalte auch auf anderen Geräten genutzt werden können. Dann darf die Buchung abseits vom Play Store erfolgen. Wie auch Apple bietet Google einen eigenen Musikstreamingdienst an.

Diese Ausnahme verwendet die Android-Version der Spotify-App, so dass auch Android-Kunden das Spotify-Abo zum normalen Preis buchen können. Google erhält keinen Anteil an den Spotify-Einnahmen, weil die Buchung aus der Spotify-App heraus über eine Webseite vorgenommen wird und nicht direkt aus der App heraus.

Spotify-Abo ist für iOS-Kunden teurer

Weil Spotify einen Anteil des Abopreises an Apple zahlen muss, wurde das Spotify-Abo für Apple-Kunden teurer gemacht. In der iOS-App kostet das Abo 12,99 Euro, regulär ist es für 9,99 Euro zu haben. Ebenfalls 9,99 Euro kostet Apple Music für einen Monat. Durch den notwendigen Preisaufschlag sieht sich Spotify gegen die Konkurrenz im Nachteil. Damit iOS-Kunden das Spotify-Abo ebenfalls zum normalen Preis buchen können, wurden Kunden darüber informiert, dass die Buchung auf der Spotify-Webseite preisgünstiger ist. Zudem gibt es seit Herbst 2015 ein spezielles Angebot: Spotify kann für drei Monate zum Preis von 99 Cent gebucht werden.

Dieses Vorgehen missfiel Apple, der Konzern forderte Spotify nach dessen Angaben auf, darauf nicht mehr hinzuweisen. Apple habe gedroht, andernfalls die Spotify-App aus dem App Store zu entfernen. Im Schreiben von Apples Anwalt wird dieser Vorgang nicht behandelt.



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robinx999 04. Jul 2016

Wobei hier anzusetzen vermutlich der Richtige Weg wäre Die EU hat es sich ja auch...

robinx999 04. Jul 2016

Nutzen braucht man sie nicht steht ja auf der Website https://www.maxdome.de/so-gehts...

Drizzt 04. Jul 2016

Da wiederspricht dir Apple aber: "Nach Apples Angaben ist bisher Folgendes passiert...

Schnarchnase 04. Jul 2016

Trotzdem macht das einen Unterschied. Von den Musikabos bekommen die Künstler (bzw...

DY 04. Jul 2016

Ja, aber die Gier tritt immer mehr zu Tage. Und das passt nicht zum Image des fairen...


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