App-Store-Regeln: Kaspersky Lab wirft Apple wettbewerbswidriges Verhalten vor

Kaspersky Lab hat bei der russischen Kartellbehörde eine Beschwerde gegen Apple eingereicht. Das IT-Sicherheitsunternehmen wirft dem iPhone-Hersteller vor, zu den eigenen Gunsten Regeln im App Store geändert zu haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Kaspersky Lab wirft Apple vor, die Regeln im Apple Store zu dessen Gunsten zu ändern.
Kaspersky Lab wirft Apple vor, die Regeln im Apple Store zu dessen Gunsten zu ändern. (Bild: Simon Hofmann/Getty Images for Kaspersky Lab)

Apple sieht sich nicht nur in der EU, sondern auch in Russland Vorwürfen ausgesetzt, den Wettbewerb zu behindern. Während sich in der EU Spotify über Apple beklagt hat, gibt es in Russland eine Beschwerde des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab. Der Hersteller wirft Apple vor, willkürlich Regeln im App Store zu ändern. So habe ein neues Regelwerk dazu geführt, dass Kaspersky Lab eine seit fast drei Jahren im App Store verfügbare App anpassen muss, damit sie den Anforderungen Apples entspricht.

Stellenmarkt
  1. Datenschutzkoordinator (m/w/d)
    S-Kreditpartner GmbH, Berlin
  2. Software-Entwickler mobile Applikationen/App-Entwicklung für Frontend oder Backend (m/w/d)
    BARMER, Schwäbisch Gmünd
Detailsuche

In dem Fall geht es um eine Sicherheitssoftware, mit der sich der Zugriff auf Smartphone-Apps steuern lässt. Sie heißt Safe Kids und dient vor allem Eltern dazu, ihrem Nachwuchs eine gesteuerte Nutzung des Smartphones zu ermöglichen. Kinder erhalten dank der Software keinen allgemeinen Zugriff auf das Smartphone, nur ausgewählte Apps und Bereiche sind dann für die Kinder nutzbar. Zudem kann der Zugriff auf den Safari-Browser blockiert werden. Stattdessen wird ein in der Safe-Kids-App enthaltener Browser verwendet, der nur den Zugriff auf bestimmte Webseiten erlaubt. Dafür nutzt die App verschiedene Profile, damit Eltern den Zugriff für die Kinder konfigurieren können.

Laut Apple gibt es seit kurzem den Paragrafen 2.5.1, der Apps den Einsatz von Profilen pauschal untersagt. Der neue Paragraf gilt laut Kaspersky Lab seit der Einführung der neuen iOS-Funktion Bildschirmzeit, mit der Anwender die eigene Nutzungszeit des Smartphones im Blick haben und auch zeitliche Beschränkungen festlegen können. Es ist Apples eigene Version einer Kontrolle für den Zugriff auf Apps.

Vorwurf: Apple nutzt seine Marktmacht aus

Kaspersky Lab sieht im Vorgehen von Apple eine Ausnutzung der Marktmacht des iPhone-Herstellers. Es sei problematisch, dass Apple der Anbieter des Betriebssystems ist und zugleich die Regeln vorgibt, nach denen Apps im App Store erscheinen dürfen. Im aktuellen Fall könnten Anbieter für Apps für eine Zugriffskontrolle diese Kunden verlieren, wenn sie wesentliche Funktionen aus ihren Apps entfernen müssen, damit sie weiterhin im App Store verfügbar sind.

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management: virtueller Drei-Tage-Workshop
    6.–8. Dezember 2021, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    , Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das IT-Sicherheitsunternehmen sieht die Gefahr, dass es langfristig in diesem Marktsegment ein Monopol durch Apple gibt, weil anderen Anbietern untersagt werde, Apps mit einer vergleichbaren Funktion anzubieten. Denn es gibt abseits des App Store regulär keine andere Möglichkeit, eine App zu installieren. Hier agiert Google anders, das auch alternative Stores parallel neben dem Play Store zulässt, so dass App-Anbieter auch einen weiteren Weg haben, um auf Android-Geräte zu gelangen.

Kaspersky Lab gibt in einer Stellungnahme an, dass auch andere Anbieter von Apps für den geregelten Zugriff auf Apps auf dem Smartphone von den Einschränkungen betroffen sind. Dazu gehören demnach die Apps Adguard sowie Kidslox.

Nach Angaben von Kaspersky Lab habe es Versuche gegeben, mit Apple das Problem zu lösen, jedoch ohne Erfolg, woraufhin sich das Unternehmen nun an die russischen Wettbewerbshüter wandte. Innerhalb der EU wird gerade geprüft, ob aufgrund einer Beschwerde von Spotify eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.
     
    Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.

    Nach gut drei Wochen voller Rabatte und Schnäppchen endet heute Abend mit dem Cyber Monday die Black Friday Woche.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /