App-Store-Regeln: Apple schwächt Werbe- und Tracking-Verbot für Kinder-Apps ab

Apple beugt sich dem Druck von App-Entwicklern. Ein eigentlich geplantes Werbe- und Tracking-Verbot innerhalb von Kinder-Apps wird es im App Store nicht geben - die Vorgaben für iOS-Apps wurden gelockert.

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Ein Kind verwendet ein iPhone.
Ein Kind verwendet ein iPhone. (Bild: Pixabay.com/CC0)

Erst kam ein Aufschub, dann wurden die Regeln entschärft. Apple hat aktualisierte Informationen der Richtlinien für App-Entwickler bereitgestellt. Demnach sind Tracking-Methoden für Kinder-Apps durchaus möglich, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Ursprünglich sollten seit dem 3. September 2019 alle Werbe- und Tracking-Maßnahmen in Kinder-Apps im App Store untersagt werden.

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Die aktualisierten Entwickler-Unterlagen beschreiben die neuen Regeln, damit Apps in die Kinder-Rubrik des App Stores aufgenommen werden dürfen. Es bleibt dabei, dass Apps in der Kategorie Kinder "keine Links aus der App, Kaufmöglichkeiten oder andere Ablenkungen für Kinder enthalten" dürfen. Zudem dürfen sie "keine Analysen von Drittanbietern oder Werbung von Drittanbietern enthalten". Allerdings folgen danach auch gleich die passenden Ausnahmen.

Es gibt Ausnahmen

"In begrenzten Fällen können Analysen von Drittanbietern erlaubt sein, sofern die Dienste weder die Werbe-ID noch identifizierbare Informationen über Kinder [...] übertragen." Demnach dürfen aber weder Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse noch der Gerätestandort gesammelt werden. Das decke auch alle Geräte, Netzwerke oder andere Informationen ab, "die direkt oder in Kombination mit anderen Informationen verwendet werden könnten, um Benutzer und ihre Geräte zu identifizieren".

Apple macht keine Angaben dazu, welche begrenzten Fälle hier gemeint sind und welche Vorgaben regeln, wann eine App davon betroffen ist.

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Kontextbezogene Werbung von Drittanbietern dürfe auch in begrenzten Fällen erlaubt sein. Das setzt voraus, "dass die Dienste öffentlich dokumentierte Praktiken und Richtlinien für Anwendungen der Kinderkategorie haben". Das müsse "eine menschliche Überprüfung von Werbekreativen auf Altersgerechtigkeit" umfassen.

Apple hatte vor einiger Zeit angekündigt, die Regeln für Kinder-Apps zu verschärfen. Dagegen hatten viele App-Entwickler protestiert und zunächst einen Aufschub erreicht. Sie sahen ihre Geschäftsmodelle beeinträchtigt. Ob die neuen Regelungen die Anforderungen der Entwickler erfüllen können, wird sich zeigen.

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