App-Store-Rauswurfdrohung: Musk attackiert Apple

Elon Musk geht auf den Kriegspfad: In einer Reihe von Tweets schreibt der Twitter-Eigentümer, dass Apple die Werbung auf Twitter weitgehend eingestellt hat. Nach Angaben der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich bei dem Hard- und Softwarehersteller um den wichtigsten Werbekunden Twitters. Musk behauptete zudem, dass Apple gedroht habe, die iOS-Version des Messengers aus dem App Store zu verbannen. Die Web-App von Twitter kann Apple allerdings nirgends blockieren, lediglich die iOS-App könnte aus dem App Store fliegen.
Wie die Washington Post schreibt, zeigt sich deutlich, welche Rolle Apple als Kontrollinstanz gegen Musks chaotisches Management bei Twitter spielen könnte. Apple hat in der Vergangenheit Unternehmen, die gegen seine Sicherheitsrichtlinien verstießen oder Gewalt und andere problematische Inhalte veröffentlichten, aus dem App Store geworfen.
Nach Recherchen der Washington Post gab Apple im ersten Quartal 48 Millionen US-Dollar für Werbung auf Twitter aus. Die Ausgaben von Apple entsprachen in diesem Quartal damit mehr als vier Prozent des Umsatzes von Twitter.
Musk geht nun auf Apple los und will die Diskussion auf die seit Langem bestehenden Bedenken hinsichtlich der Marktmacht von Apple anfachen. So twitterte er einen Link zu einem Parodie-Video, das Epic Games 2020 gedreht hatte und in dem der App Store als "Monopol" kritisiert wird. Das Video ist eine Parodie auf Apples berühmten Super-Bowl-Werbespot namens 1984. Apple hatte Epic seinerzeit aus dem App Store geworfen, weil das Unternehmen gegen Apples Regeln für In-App-Zahlungen verstieß.
Musk hatte sogar eine Umfrage gestartet, ob Apple "alle Zensurmaßnahmen veröffentlichen sollte, die es ergriffen hat und die seine Kunden betreffen" .
Musk signalisierte in einem Meme, dass er beabsichtigt, gegen Apple "in den Krieg zu ziehen" und schrieb "Wussten Sie, dass Apple eine geheime Steuer von 30 Prozent auf alles erhebt, was Sie über ihren App Store kaufen?" unter der Überschrift "Spoiler Alarm" . Der Tweet wurde später wieder gelöscht.
Ken Buck, republikanischer Abgeordneter aus Colorado, schrieb daraufhin: "Deshalb müssen wir das App-Store-Duopol noch in diesem Jahr beenden" und weiter: "Niemand sollte diese Art von Marktmacht haben."



