• IT-Karriere:
  • Services:

App Store Confidential: Apple will Buch voller Offensichtlichkeiten verhindern

Tom Sadowski war Chef von Apples App-Store für Deutschland, Österreich sowie die Schweiz und hat darüber ein Buch geschrieben. Apple will das Werk verhindern, da man Geschäftsgeheimnisse verraten sieht - ein Blick auf das Buch enthüllt aber nur eine Reihe von Banalitäten und offensichtliche Tatsachen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple will gegen den Autoren und den Verlag vorgehen.
Apple will gegen den Autoren und den Verlag vorgehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apple hat seinen ehemaligen Manager Tom Sadowski sowie den Murmann Verlag aufgefordert, ein von Sadowski verfasstes Buch über seine Arbeit bei Apple vom Markt zu nehmen. Das berichtet die Wochenzeitung Die Zeit unter Berufung auf Apple. Das Buch heißt App Store Confidential und ist seit dem 18. Februar 2020 in Deutschland erhältlich.

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG, Schorndorf, Schorndorf
  2. Scheve Kommunikations-Service GmbH, Berlin

Sadowski war bis November 2019 für die Leitung des App Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich. Apple sieht in seinem Buch "Geschäftsgeheimnisse" verraten, die von "erheblichem wirtschaftlichen Wert" seien. Der Autor sowie der Murmann Verlag wehren sich gegen die Vorwürfe.

"Wir sind entschlossen, was eine mögliche einstweilige Verfügung oder andere rechtliche Schritte durch Apple betrifft, uns zu wehren. Dass Apple gegen das Buch vorgehen will, können wir nicht zulassen. Inhalt und Zuschnitt des Buches sind aus unserer Sicht publizistisch einwandfrei. Eine informative Mischung aus persönlicher Erzählung und Sachbuch über die Welt der Apps", erklärte Murmanns Programmgeschäftsführer Dr. Peter Felixberger auf Nachfrage von Golem.de.

Sadowski verrät keine Geschäftsgeheimnisse

Ganz verständlich sind Apples Vorwürfe beim Lesen von Sadowskis Buch nicht. Der Autor berichtet von seinen persönlichen Erlebnissen und gibt meist nur Offensichtliches preis ("1. Enrich people's lives. Die App muss das Leben der Nutzer bereichern. 2. Monetize. Die App muss Nutzer in zahlende Kunden konvertieren."). Insgesamt ist das Buch eher ein Erfahrungsbericht, denn eine tiefgreifende Geschäftsanalyse.

Oft ist der Inhalt des Buches auch einfach nur banal ("Mein damaliger Kollege und heutiger Sony-Deutschland-Chef Patrick hatte hier nicht nur einen sehr guten Riecher, sondern auch die entsprechenden Cojones, das Projekt intern durchzuboxen."). Denkbar ist, dass Apple sich an Passagen stört, in denen der Autor beispielsweise über Feedback aus der Unternehmenszentrale berichtet.

Diese erscheinen uns aber auch eher als offensichtlich und vor allem ohne wirkliche Details und weniger als Geschäftsgeheimnis. Sadowski dürfte Apples Drohung wohl eher bei den Verkäufen seines Buchs zugutekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Untrolla 20. Feb 2020 / Themenstart

Was stört dich denn? Erzähl mal ein paar Beispiele

Untrolla 20. Feb 2020 / Themenstart

Gestern wars kälter als draußen.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht

Sonnenlicht spaltet Wasser: Ein Team von Helmholtz-Forschern bildet die Photosynthese technisch nach, um Wassesrtoff zu gewinnen.

Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht Video aufrufen
Starsky Robotics: Woran ein Startup für autonome Lkw gescheitert ist
Starsky Robotics
Woran ein Startup für autonome Lkw gescheitert ist

Der Gründer eines Startups für selbstfahrende Lkw hält die Technik noch lange nicht für praxistauglich.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Prioritäten Daimler setzt beim autonomen Fahren zuerst auf Lkw
  2. Autonomes Fahren AutoX und Fiat planen autonome Taxis in China
  3. Human Drive Autonomer Nissan Leaf fährt durch Großbritannien

IT-Chefs aus Indien: Mehr als nur ein Klischee
IT-Chefs aus Indien
Mehr als nur ein Klischee

In den Vorstandsetagen großer Tech-Unternehmen sind Inder allgegenwärtig. Der Stereotyp des IT-Experten aus Südasien prägt die US-Popkultur. Doch hinter dem Erfolg indischstämmiger Digitalunternehmer steckt viel mehr.
Ein Bericht von Jörg Wimalasena

  1. Jobporträt Softwaretester "Ein gesunder Pessimismus hilft"
  2. Frauen in der IT Software-Entwicklung ist nicht nur Männersache
  3. Virtuelle Zusammenarbeit Wie Online-Meetings nicht zur Zeitverschwendung werden

Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

  1. Adobe-Fontbibliothek Font-Sicherheitslücke in Windows ohne Fix
  2. Microsoft Trailer zeigt neues Design von Windows 10
  3. Unternehmens-Chat Microsoft verbessert Teams

    •  /