App Store: Bundeskartellamt untersucht Apple und iOS

Den Wettbewerbshütern liegen mehrere Beschwerden gegen Apple vor. Das Unternehmen und sein App Store werden nun überprüft.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Das Kartellamt untersucht nun auch die Geschäfte von Apple.
Das Kartellamt untersucht nun auch die Geschäfte von Apple. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digitalplattformen auch für Ermittlungen gegen Apple. "Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat", kündigte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am 21. Juni an.

Stellenmarkt
  1. Full Stack Java Software-Entwickler (m/w/d)
    NOVENTI Health SE, Berlin, Bietigheim-Bissingen, Lübeck, München, Oberhausen (Home-Office möglich)
  2. Security Manager Analyse und Konzeption (w/m/d)
    EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
Detailsuche

Neben der Verflechtung von Apples eigener Hardware mit vielen verschiedenen Diensten und Angeboten will das Kartellamt wohl aber auch den App Store untersuchen. Dazu heißt es: "Ein Schwerpunkt der Ermittlungen wird auf dem Betrieb des App Stores liegen, da er Apple vielfach befähigt, Einfluss auf die Geschäftstätigkeit Dritter zu nehmen".

Das Kartellamt begründet sein Vorgehen unter anderem mit Verweis auf "verschiedene Beschwerden gegen potenziell wettbewerbsgefährdende Praktiken". In den USA läuft gerade ein Rechtsstreit zwischen Epic Games und Apple darüber, unter welchen Umständen Apple die Aufnahme von Apps im App Store verweigern darf und inwiefern das den Wettbewerb verzerrt.

Auch EU prüft den App Store

Apples App-Store-System wird bereits von der EU-Kommission untersucht, die dem Konzern unfairen Wettbewerb mit anderen Anbietern von Musikstreamingdiensten vorwirft. Dabei steht unter anderem die Abgabe von 15 bis 30 Prozent auf im App Store erzielte Digitalerlöse im Mittelpunkt.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Mit der Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) im Januar kann das Kartellamt leichter gegen große Digitalunternehmen vorgehen, die eine "überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb" haben.

Das Bundeskartellamt startet nun zunächst konkret eine Untersuchung, ob dies bei Apple der Fall ist. Sollte dies in dem Verfahren bejaht werden, könnte die Behörde "wettbewerbsgefährdende Praktiken untersagen".

Auch Amazon und Google im Fokus des Kartellamts

Den neuen Weg zur Überprüfung der Digitalkonzerne auf Grundlage des reformierten Gesetzes beschritt die Behörde erstmals Ende Januar bei Facebook und Mitte Mai dann auch bei Amazon. Es folgte kurz darauf auch Google.

Tolle Deals auf Apple-Produkte beim Amazon Prime Day

Die Marktmacht der Internetkonzerne sieht das Kartellamt schon seit langem sehr kritisch. In den vergangenen Jahren gingen die Wettbewerbshüter mehrfach gegen die US-Unternehmen vor.

"Wir freuen uns darauf, unseren Ansatz mit dem Bundeskartellamt zu diskutieren und einen offenen Dialog über alle Bedenken zu führen" hieß es am Montag in einer Reaktion von Apple auf die Ermittlungen. Der Konzern sei "stolz darauf, ein Motor für Innovation und Arbeitsplätze zu sein". Allein die iOS-Plattform unterstütze mehr als 250 000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Oekotex 22. Jun 2021

Warum sollte das ein Problem sein. Das wäre dann ein Problem, wenn Appe bei Android was...

042000 21. Jun 2021

Genauso ist es. Apple ist für mich noch deutlich angenehmer als Mercedes :-) (Ich habe...

042000 21. Jun 2021

Es fehlt eine allgemeine Regelung von Software. Mercedes und andere Hersteller sollten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Von Cubesats zu Disksats
Satelliten als fliegende Scheiben

Leichte und billige Satelliten, die auch zu Mond und Mars fliegen können: Aerospace Corp hat den neuen Standardformfaktor Disksats entwickelt.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Von Cubesats zu Disksats: Satelliten als fliegende Scheiben
Artikel
  1. Full Self Driving: Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen
    Full Self Driving
    Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen

    Die Testversion des Full-Self-Driving-Pakets sollen nur Tesla-Fahrer nutzen dürfen, deren Fahrverhalten einwandfrei ist.

  2. Umweltfreundlicher Sattelschlepper: Iveco und Nikola starten E-Lastwagen-Produktion in Ulm
    Umweltfreundlicher Sattelschlepper
    Iveco und Nikola starten E-Lastwagen-Produktion in Ulm

    Die Nikola-Zugmaschine Tre mit Elektroantrieb soll zunächst für den US-Markt gefertigt werden, später auch für Europa.

  3. Code-Hoster: Gitlab will offiziell an die Börse
    Code-Hoster
    Gitlab will offiziell an die Börse

    Der Betreiber und Ersteller der Code-Hosting-Plattform Gitlab zeigt in seinem Börsenprospekt ein massives Wachstum.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance LPX DDR4-3200 16 GB 63,74€ und 32 GB 108,79€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€, Kingston KC2500 2 TB 181,89€ und Recaro Exo Platinum 855,99€) • Breaking Deals mit Club-Rabatten • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ • iPhone 13 vorbestellbar [Werbung]
    •  /