App Store: Auch Washington Post macht Apple Scam-Vorwürfe

Bei einer Analyse findet die Washington Post im App Store Anwendungen, die mit betrügerischen Methoden Millionenumsätze machen.

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Apple muss sich wegen seines App Stores weiteren Vorwürfen stellen.
Apple muss sich wegen seines App Stores weiteren Vorwürfen stellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Einer Analyse der Washington Post zufolge sind 18 der 1.000 am meisten Umsatz generierenden Anwendungen in Apples App Store Scams. Die Apps haben der Zeitung zufolge seit ihrer Veröffentlichung insgesamt 48 Millionen US-Dollar von Kunden eingeheimst, von denen Apple je nach App bis zu 30 Prozent Provision bekommt.

Unter den Anwendungen befinden sich neben Dating-Apps auch eine Reihe von Sicherheitsanwendungen, etwa VPN-Clients. Die Apps werden von der Washington Post unter anderem wegen Fake-Bewertungen und Nutzerbeschwerden als Scams eingestuft. Einige beklagen sich unter anderem, dass sie durch falsche Sicherheitswarnungen zur Installation der App gedrängt wurden.

Eine weitere VPN-App, die Apple selbst entfernt hat, blendete eine Warnung ein, dass Viren gefunden wurden, die es gar nicht gab. Apple bewirbt seinen App Store damit, dass er - anders als der Play Store von Google - kuratiert und daher sicherer sei. In den vergangenen Monaten gab es allerdings immer wieder Vorwürfe, dass Apps es schaffen, durch das Überprüfungsraster zu fallen.

Betrugsvorwürfe häufen sich

So hat der Entwickler Kosta Eleftheriou Apple bereits Anfang 2021 vorgeworfen, dass die Algorithmen des App Stores selbst Betrug fördern würden. Eleftheriou wirft Apple vor, dass nachgebaute Apps mit Hilfe von Fake-Bewertungen Toppositionen in den Rankings erreichen und dadurch von vielen Nutzern heruntergeladen würden. Da die Apps häufig Geld verlangen, verdient Apple an deren Erfolg mit.

Wie die Washington Post berichtet, hat es bei Apple selbst im Laufe der vergangenen Jahre intern immer wieder Fragen nach der Gründlichkeit der App-Reviews gegeben. So soll sich Phil Schiller bereits 2013 darüber aufgeregt haben, dass ein Nachbau von Temple Run es auf Platz 1 der Charts gebracht hatte.

Eric Friedman, Chef von Apples Anti-Betrugs-Abteilung, hatte 2016 die Bemühungen des Unternehmens gegen betrügerische Apps damit umschrieben, ein Buttermesser aus Plastik zu einem Messerkampf zu bringen. Apple selbst hatte kürzlich gemeldet, Hunderte Millionen US-Dollar an Schaden mit seinen App-Reviews verhindert zu haben.

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