App Store: Apple warnt vor Folgen von EU-Digital-Regeln

Die Pläne der EU würden die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer verschlechtern, meint Apple.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Apple findet die geplanten Regeln nicht gut.
Apple findet die geplanten Regeln nicht gut. (Bild: Reuters)

Apple stellt sich mit einer Warnung vor negativen Folgen für Verbraucher gegen Teile der EU-Pläne für neue Regeln im Digitalgeschäft. Speziell kritisiert der Konzern, dass er gezwungen sein werde, andere Appstores auf seinem iPhone zuzulassen. Dies würde Sicherheit und Datenschutz der Nutzer stark verschlechtern, argumentierte Apple in einem am 23. Juni 2021 veröffentlichten Papier.

Der Konzern verweist unter anderem darauf, dass alle Apps und Updates auf seiner Plattform von Software und menschlichen Prüfern untersucht werden, um betrügerische Anwendungen herauszufiltern. Außerdem müssten sich Entwickler an Apple-Vorgaben zum Datenschutz halten. Beim sogenannten Sideloading, bei dem Apps auf das iPhone aus anderen Quellen als dem offiziellen Store geladen werden, entfielen diese Sicherheitsvorkehrungen, betont Apple.

Auch Nutzer, die sich danach ausschließlich auf Apples hauseigenen App Store verlassen wollten, wären stärker gefährdet, warnt der Konzern. Zum einen, weil manche Apps dann nur noch aus anderen Quellen verfügbar sein könnten. Zum anderen, weil die neue Situation Kriminellen mehr Anreize gäbe, das iPhone mit seinen Vielzahl an wertvollen Daten anzugreifen.

Apple steht wegen App Store in der Kritik

Apples App-Store-System steht momentan unter Druck. Unter anderem endete vor wenigen Wochen ein Prozess in Kalifornien, in dem der Spieleanbieter Epic Games (Fortnite) die Öffnung der Plattform für andere App-Plattformen erreichen will. Ein Urteil steht noch aus.

Epic wendet sich unter anderem dagegen, dass für digitale Geschäfte auf Apples Plattform eine Abgabe von 15 bis 30 Prozent fällig wird und man als Entwickler das System des Konzerns für In-App-Käufe nutzen muss.

Auch US-Gesetzesentwürfe für mehr Wettbewerb in der Tech-Branche nehmen das Geschäftsmodell ins Visier. Zudem wird Apple immer wieder vorgeworfen, dass trotz der Sicherheitsvorkehrungen Spam-Apps ihren Weg in den App Store fänden und teilweise großen Schaden anrichteten.

In dem Papier zu den Gefahren durch andere App-Quellen verwies Apple zwar nicht direkt auf den geplanten Digital Markets Act (DMA) der EU-Kommission, Konzernchef Tim Cook brachte die Risiken aber vor wenigen Tagen ausdrücklich damit in Verbindung.

Aktuelle DMA-Formulierungen "würden Sideloading auf dem iPhone erzwingen", sagte Cook in einem Interview auf der Technologie-Konferenz Vivatech. "Wie wir das sehen, würde dies die Sicherheit des iPhones und viele Datenschutz-Initiativen zerstören, die wir in den App Store eingebaut haben", kritisierte er.

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Aren 24. Jun 2021

Naja genau das hat Apple ja auch gemacht, ebenso wie Google. Epic hat gegen die...

maci23 24. Jun 2021

Der Hintergrund warum die EU will, dass mehrer AppStores zugelassen werden, ist, dass sie...

SmikeSl 24. Jun 2021

Es wirs darauf hinauslaufen wie groß alternative App Stores sind. Wer Apples...

Isodome 23. Jun 2021

Du scheinst das hier als Argument gegen eine Öffnung anbringen zu wollen. Aber ja, warum...



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