App Store: Apple verlangt Begründung für App-Preisgestaltung
In einer Twitter-Diskussion zeigen App-Anbieter ihre Verärgerung darüber, dass Apple auch mal ein App-Update ablehnt, weil sie nicht mit der Preispolitik einverstanden sind, die der App-Anbieter festgelegt hat. Losgetreten wurde die Debatte von Jessica Lessin, die derzeit das Tech-Magazin The Information als Chefredakturin leitet. Sie hat das Magazin mitgegründet und war davor acht Jahre lang für das Wall Street Journal als Redakteurin für die IT-Branche tätig.
Lessin fragte auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) sichtlich überrascht, ob es anderen schon einmal passiert sei, dass Apple ein Update für eine App verweigerte, weil Apple die Preisgestaltung einer App nicht gefallen hatte. Demnach sei das mit The Information passiert. Das Magazin bietet verschiedene Abomodelle an und liefert der Leserschaft immer wieder exklusive Geschichten aus der IT-Branche.
In der App von The Information kann das Abo dafür gebucht werden, es wird also Apples App-Store-Bezahlmodell verwendet. Laut Lessing sei die Preisgestaltung nicht ungewöhnlich. Darin werden laut Lesssin die "Standard-App-Preise mit monatlichen und jährlichen Preisen" genannt. Dabei gebe es einen "Rabatt auf monatliche Preise" .
Apple verlangt Details zur Preisgestaltung
Lessin zitiert Apple mit den Worten: "Bitte erläutern Sie, welche Faktoren Sie zu dieser Preisgestaltung bewogen haben." Bis das nicht passiert, will Apple ein Update für die App sperren, heißt es. Nach Ansicht von Lessin zeigt dieses Verhalten, "dass dies Apples Macht über das gesamte Tech-Ökosystem auf ein neues Niveau hebt" .
Als Reaktion auf das Twitter-Posting von Lessin haben sich einige App-Entwickler gemeldet und bestätigt, dass es immer wieder passieren würde, dass Apple ein App-Update blockiert und sich die Gestaltung der Preise erklären lässt. In einem Posting wird geschildert, dass drei Stunden lang Apple die Preisgestaltung für die eigene App erklärt werden musste. Dieses Verhalten wird als "verrückt" bezeichnet.
Apples Verhalten vs. Aussage von Tim Cook
Resigniert wird von einem anderen Fall berichtet, dass eine gewisse Anpassung nötig sei. Dann werde das App-Update immer wieder eingereicht und schließlich wird es genehmigt. Die könne mehrere Monate dauern – inklusive vieler Ablehnungen.
Ein Anbieter berichtet, dass diese Nachfrage von Apple zur App-Preisgestaltung genau an dem Tag erfolgt ist, als der Apple-Chef Tim Cook vor dem US-Kongress ausgesagt habe, Entwickler dürften ihre Preise im App-Store selbst bestimmen. Er sei sich nicht sicher, ob Cook damit einen Meineid begangen habe. Aber die Aussage von Cook sei definitiv unehrlich.
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